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Sennin-Modus

Ein durch die Verschmelzung von Naturenergie mit dem eigenen Chakra erzeugter Ausnahmezustand, der sämtliche körperlichen und jutsu-basierten Fähigkeiten des Anwenders auf ein dramatisch höheres Niveau hebt.

Steckbrief

KlassifikationSenjutsu
RangS-Rang
NaturtypKeiner (Naturenergie, kein Element)
ReichweiteNahkampf / Mittelkampf / Fernkampf
HandzeichenKeine
ErstauftrittManga-Kapitel 375 (Jiraiya) / Kapitel 418 (Naruto) / Anime-Folge 131 (Jiraiya) / Anime-Folge 156 (Naruto), Teil II
Verwandte TechnikenSenjutsu, Senpou: Krötenamphibien-Technik, Froschkumite, Senpou-Rasenrengan, Wind-Rasenshuriken (Sennin-Variante), Schlangenweiser-Modus (Kabuto)

Beschreibung

Der Sennin-Modus (仙人モード, Sennin Moodo) ist ein Ausnahmezustand, den ein Ninja durch die gezielte Aufnahme von Naturenergie in den eigenen Körper erreicht und diese mit dem körpereigenen Chakra zu Senjutsu-Chakra verschmilzt. Dieses aus drei Anteilen gleicher Teile zusammengesetzte Chakra, nämlich körperliche Energie, geistige Energie und Naturenergie, verleiht dem Anwender eine Form von Stärke, die weit über das mit gewöhnlichem Chakra Erreichbare hinausgeht. Sämtliche physische Fähigkeiten wie Kraft, Geschwindigkeit, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit werden erheblich gesteigert, und alle eingesetzten Ninjutsu, Taijutsu und Genjutsu erhalten durch das Senjutsu-Chakra eine drastisch erhöhte Wirkung. Sogar Stürze aus großer Höhe und schwere Treffer, die normale Ninja töten würden, können im Sennin-Modus überlebt werden.

Die Ausbildung zum Sennin-Modus ist an zwei bekannte Orte gebunden. Am Myobokuzan, dem heiligen Berg der Kröten, lehren die Alten-Kröten Fukasaku und Shima, wie Naturenergie in den Körper aufgenommen wird. In der Ryuuchidou, der Höhle der Schlangen, vermittelt die Große Weiße Schlange dieselbe Kunst mit einer auf Schlangen ausgerichteten Technik. Beide Wege erfordern vom Anwender das vollständige Stillhalten des Körpers, damit die Naturenergie ungehindert in ihn einströmen kann. Dies ist zugleich die wichtigste Schwäche des Sennin-Modus: Wer im Kampf stillstehen muss, um Naturenergie zu sammeln, ist für den Gegner ein leichtes Ziel.

Das größte Risiko bei der Einübung besteht in der Überladung mit Naturenergie. Nimmt ein Ninja zu viel davon auf, beginnt sich sein Körper irreversibel in Stein zu verwandeln, vermittelt über ein Tier-Zwischenstadium. Wer in Stein erstarrt, kann nicht gerettet werden. Nur Ninjas mit einem außergewöhnlich hohen Chakra-Reservoir ist es überhaupt möglich, diesen Zustand sicher zu halten, da der Körper stark genug sein muss, um die gebündelte Kraft des Senjutsu-Chakras zu tragen.

Jiraiya war der erste Sennin-Modus-Anwender, der in der Handlung in Erscheinung trat, und beherrschte ihn in einer unvollkommenen Form. Da er die Naturenergie nicht vollständig mit seinem Chakra ausbalancieren konnte, nahm sein Körper im Sennin-Modus krötenartige Züge an: seine Nase vergrößerte sich und bekam Warzen, seine Zähne wurden spitz, ein Ziegenbart wuchs, und seine Augen nahmen die Slit-Pupillen-Form der Kröten an. Weil diese Verwandlung seinem Selbstbild schadete, setzte Jiraiya den Sennin-Modus nur widerwillig ein. Um die Notwendigkeit des Stillhaltens zu umgehen, ließ er sich von Fukasaku und Shima auf seinen Schultern fusionieren; die Alten-Kröten sammelten stellvertretend die Naturenergie, während er sich frei bewegte und kämpfte. In dieser Form war er in der Lage, mit Fukasaku und Shima Kombinationstechniken einzusetzen, die als Senpou-Kröten-Kollaberationstechniken bezeichnet werden.

Naruto Uzumaki erlernte den Sennin-Modus nach dem Tod Jiraiyas als Vorbereitung auf den Kampf gegen Pain. Am Myobokuzan trainierte er unter Fukasaku und meisterte die Technik dank seiner enormen Chakrareserven und der Nutzung von Schattendoppelgängern außerordentlich schnell. Während Klone an sicheren Orten reglos Naturenergie ansammelten, kämpfte das Original. Wurde Naturenergie gebraucht, wurden die Klone aufgelöst und übertrugen die gespeicherte Energie auf Naruto. Diese Methode begrenzte die Zahl der gleichzeitig aktiven Klone auf fünf. Im Gegensatz zu Jiraiya erreichte Naruto einen vollkommenen Sennin-Modus, in dem sein Chakra und die Naturenergie exakt ausgewogen sind. Seine äußerlichen Veränderungen beschränken sich auf gelbliche Iris, waagerecht-balkige Pupillen und rötlich-orangefarbene Pigmentierung um die Augen, die dem Erscheinungsbild eines Krötensages entsprechen, ohne seine Gestalt zu entstellen. Im Sennin-Modus kann Naruto zusätzlich das Froschkumite einsetzen, eine Taijutsu-Form, bei der das Senjutsu-Chakra wie eine unsichtbare Aura um den Körper wirkt und Treffer ermöglicht, die dem Gegner auch dann Schaden zufügen, wenn die eigene Faust ihn knapp verfehlt.

Kabuto Yakushi erlangte einen Schlangen-basierten Sennin-Modus über die Ryuuchidou. Da er sich die DNS von Juugo einverleibte, dessen Clan Naturenergie passiv und dauerhaft aufnehmen kann, war Kabuto in der Lage, im Sennin-Modus zu verweilen, ohne stillhalten zu müssen. Sein Erscheinungsbild veränderte sich entsprechend stark: dunkel pigmentierte Ringe um die Augen, Hornfortsätze am Hinterkopf und geschlitzte Schlangenpupillen. Diese Variante gilt als besonders gefährlich, weil die Einschränkung der Energiesammlung durch die vererbte Fähigkeit vollständig entfällt.

Anwender

Wissenswertes

  • Der Sennin-Modus erfordert zwingend ein stillstehendes Sammeln der Naturenergie vor dem Kampfeinsatz. Naruto umging diese Schwäche als erster Mensch systematisch durch Schattendoppelgänger, die fernab des Kampfgeschehens reglos Energie sammelten und sie bei Bedarf an das Original übertrugen.
  • Jiraiya mochte seinen eigenen Sennin-Modus nicht, weil er ihn äußerlich entstellte und bei den Frauen schlecht ankam, wie er selbst erklärte. Er bezeichnete ihn als Zustand, der ihm missfiel, und setzte ihn nur in äußerster Not ein, etwa im Kampf gegen Pain.
  • Überlädt ein Anwender seinen Körper mit Naturenergie, verwandelt er sich zunächst in das Tier, das dem Ort seiner Ausbildung entspricht, also Kröte oder Schlange, und erstarrt danach vollständig in Stein. Diese Versteinerung ist nicht umkehrbar.
  • Hagoromo Otsutsuki, der Weiser der Sechs Pfade und Vater der Ninshu, war selbst ein Meister des Senjutsu und gilt als einer der mächtigsten Sennin-Modus-Anwender in der Geschichte, auch wenn sein Modus in der Handlung nicht im Detail gezeigt wird.
  • Naruto ist der einzige bekannte Ninja, der sowohl den vollkommenen Kröten-Sennin-Modus als auch später den Sechs-Pfade-Sennin-Modus beherrschte, eine noch mächtigere Variante, die ihm Hagoromo nach dem Kampf gegen Obito und Madara verlieh.
  • Der Erscheinungsunterschied zwischen vollkommenem und unvollkommenem Sennin-Modus ist ein zentrales visuelles Erzählmittel: Je mehr kröten- oder schlangenartige Züge jemand annimmt, desto schlechter ist seine Kontrolle über die Naturenergie.
  • Hashirama Senju, der Erste Hokage, soll ebenfalls in der Lage gewesen sein, Senjutsu einzusetzen; seine Holzstil-Techniken weisen Eigenschaften auf, die mit Naturenergie verknüpft sind, auch wenn dies in der Handlung nur am Rande thematisiert wird.
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