technik
Schattendoppelgänger-Technik
Die Schattendoppelgänger-Technik erzeugt körperlich reale Kopien des Anwenders, die eigenständig Chakra besitzen und handeln können. Jeder Klon überträgt beim Auflösen sämtliche gesammelten Erfahrungen und Erinnerungen an den Ursprungsnutzer zurück.
Steckbrief
| Entwickelt von | Tobirama Senju |
|---|---|
| Klassifikation | Ninjutsu, Ergänzend |
| Rang | B-Rang |
| Naturtyp | Keiner |
| Reichweite | Nahkampf / Mittel / Fern |
| Handzeichen | Kreuz-Siegel (beide Zeige- und Mittelfinger gekreuzt) |
| Erstauftritt | Manga Kapitel 1 / Anime Folge 1, Teil I |
| Verwandte Techniken | Mehrfache Schattendoppelgänger-Technik, Schattendoppelgänger-Technik mit Stab, Shuriken-Schattendoppelgänger-Technik, Blitzfreisetzung: Schattendoppelgänger-Technik |
Beschreibung
Die Schattendoppelgänger-Technik (jap. Kage Bunshin no Jutsu) wurde von Tobirama Senju, dem Zweiten Hokage von Konohagakure, entwickelt. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Klon-Technik, die nur schwache Illusionen ohne Körperlichkeit erzeugt, teilt die Schattendoppelgänger-Technik das Chakra des Anwenders gleichmäßig auf alle erzeugten Kopien auf. Jeder Klon ist damit ein vollständig reales, körperliches Wesen mit eigenem Chakra-Vorrat, das kämpfen, sprechen und eigenständig Techniken ausführen kann.
Die gleichmäßige Chakra-Aufteilung ist gleichzeitig die größte Schwäche der Technik: Wer einen einzigen Klon erzeugt, verfügt selbst nur noch über die Hälfte seines ursprünglichen Chakras. Bei zehn Klonen verbleiben dem Original und jedem Klon jeweils ein Elftel des Gesamtchakras. Aus diesem Grund gilt die Technik im normalen Shinobi-Betrieb als zu gefährlich für die meisten Anwender unterhalb der Jōnin-Stufe. Nur Ninja mit außergewöhnlich großen Chakra-Reserven können sie wiederholt und in großer Zahl einsetzen, ohne kampfunfähig zu werden.
Das herausragende Merkmal gegenüber allen anderen Klon-Varianten ist die Wissensübertragung beim Auflösen. Wird ein Schattendoppelgänger zerstört oder löst er sich auf, fließen alle Erfahrungen, Erinnerungen und Wahrnehmungen, die er in seiner Existenz gesammelt hat, sofort an das Original sowie an alle noch aktiven Klone zurück. Kakashi Hatake erkannte als erster, welches Trainings-Potential darin steckt: Wer eine Stunde lang mit einem Klon übt, erhält beim Auflösen zwei Stunden Trainingserfahrung auf einmal. Mit hunderten Klonen lassen sich jahrelange Übungsprozesse auf Wochen oder Tage komprimieren, was Naruto Uzumaki unter anderem den rasanten Erwerb des Fūton: Rasengan ermöglichte.
Naruto Uzumaki erlernte die Mehrfache Schattendoppelgänger-Technik, eine gesteigerte Variante, aus dem Verbotenen Schriftrollenbuch im ersten Kapitel der Serie und setzte sie bereits beim Kampf gegen Mizuki ein. Dank des immensen Chakras des Neunteiligen Fuchses kann Naruto hunderte Klone gleichzeitig erzeugen, ohne nennenswerten Einbruch seiner Kampfkraft zu erleiden. Im zweiten Teil der Serie nutzte er diese Eigenschaft systematisch, um den Wind-Release-Rasenshuriken zu perfektionieren. Die Schattendoppelgänger übernahmen dabei die Aufgabe, die gefährliche Formgebung des Rasengan zu übernehmen, ohne Narutos eigenen Körper zu schädigen.
Die erzeugten Klone können Dōjutsu wie das Sharingan oder das Byakugan nicht sicher vom Original unterscheiden, da sie dieselbe Chakra-Signatur aufweisen. Sie können bluten und physischen Schaden nehmen, lösen sich jedoch nach ausreichendem Treffer auf. Erfahrene Anwender wie Naruto lernten, mit einem einzigen Handzeichen und schließlich sogar mit nur einer Hand (Kreuz-Siegel mit Zeige- und Mittelfinger einer Hand) die Technik auszuführen.
Anwender
Wissenswertes
- Die Schattendoppelgänger-Technik gilt laut Narutopedia als B-Rang-Technik, während ihre Massenversion, die Mehrfache Schattendoppelgänger-Technik, aufgrund ihrer Gefährlichkeit als A-Rang ins Verbotene Schriftrollenbuch aufgenommen wurde.
- Naruto konnte die Massenversion bereits als Genin sicher einsetzen, weil der Kyūbi-Chakra-Vorrat in ihm so gewaltig ist, dass selbst hunderte Klone seinen Kampfwert nicht ernsthaft mindern.
- Kishimoto Masashi nannte in Interviews die Technik von Suzaku aus Yu Yu Hakusho als Inspirationsquelle: Das Konzept, dass Nachbilder zu körperlich realen Entitäten werden, fand er besonders innovativ und übertrug es auf die Kage-Bunshin-Idee.
- Das Zurückfließen der Klon-Erinnerungen hat auch eine Kehrseite: Lösen sich sehr viele Klone gleichzeitig auf, erhält das Original den gesamten mentalen und körperlichen Stress aller Klone auf einmal, was häufig zur Bewusstlosigkeit führt.
- Kakashi Hatake entdeckte den Trainings-Multiplikator-Effekt der Schattendoppelgänger und teilte dieses Wissen mit Naruto, was die Basis für Narutos extrem schnelle Entwicklung ab Teil II legte.
- Die Technik ist eine der wenigen in der Naruto-Welt, bei der die erzeugten Kopien selbst wieder Schattendoppelgänger erzeugen können, da sie über eigenes Chakra verfügen.

