biju
Saiken (Sechsschwänziger)
Saiken, auch bekannt als der Sechsschwänzige (六尾, Rokubi), ist eines der neun Bijū aus der Welt von Naruto. Die riesige, zweibeinige Schnecke mit weißlich-blauem Körper und sechs langen Schweifen wurde einst von Hagoromo Ōtsutsuki erschaffen und war zuletzt im Jinchūriki Utakata aus Kirigakure versiegelt. Saiken gilt unter den Bijū als vergleichsweise gutmütig und besitzt einzigartige Fähigkeiten mit korrosiven Substanzen sowie eine Affinität zur Wasserfreisetzung.
Steckbrief
| Schweife | 6 |
|---|---|
| Auch bekannt als | Rokubi (六尾), Sechsschwänzige Dämonenschnecke, Six-Tails |
| Chakra-Natur / Element | Wasserfreisetzung (水遁, Suiton); korrosive Alkali-/Säure-Freisetzung |
| Erstauftritt | Anime: Naruto Shippuden Episode 144 (Six-Tails Unleashed-Arc); Manga: Angedeutet im Zusammenhang mit den von Akatsuki gefangenen Jinchūriki |
| Erscheinung | Riesige, aufrecht gehende Schnecke mit weißem Körper und leicht bläulichem Schimmer; sechs lange Schwänze, kurze stämmige Arme und Beine, zwei hervorstehende optische Tentakel als Augen, lochförmige Mundöffnung; gesamter Körper mit dicker, schleimiger Substanz bedeckt |
Beschreibung
Saiken ist das sechste der neun Bijū und wurde wie alle Schwanzbestien in den letzten Tagen von Hagoromo Ōtsutsuki erschaffen. Der Weise der Sechs Pfade nutzte seine Technik der Schöpfung aller Dinge, um das Chakra des Zehngeschwänzten auf neun eigenständige Wesen aufzuteilen und ihnen jeweils einen Namen zu geben. Saiken trägt daher wie alle Bijū einen Teil des ursprünglichen Chakras des Zehngeschwänzten in sich.
Während des Ersten Shinobi-Weltkrieges gelang es Hashirama Senju, acht der neun Bijū zu fangen. Saiken sowie Isobu (der Dreigeschwänzte) wurden anschließend beim Fünf-Kage-Gipfel an das Dorf Kirigakure verschenkt, als Zeichen der Freundschaft und um eine Machtbalance zwischen den Dörfern herzustellen. So kam Saiken in den Besitz des Dorfes im Verborgenen Nebel, wo es schließlich in Utakata versiegelt wurde.
Als Bijū besitzt Saiken bemerkenswerte Fähigkeiten, die vor allem auf korrosiven Substanzen basieren. Saikens Signaturangriff ist die Technik Weiser-Wolf-Verfall (Chikushōdō: Rōga Nadorejisuto), bei der Saiken seinen Mund öffnet und ein dichtes, korrosives Gas freisetzt. Aufgrund seiner gasförmigen Natur kann es in kürzester Zeit eine große Fläche bedecken und ist stark genug, um selbst robuste Materialien sofort zu zersetzen. In der Anime-Darstellung erscheint das Gas in rosa Farbe, während es in Videospielen weiß dargestellt wird. Die Technik kann auch in flüssiger Form als Säurestrahl eingesetzt werden, der den Boden korrodieren kann. Neben diesen korrosiven Fähigkeiten kann Saiken eine klebrige, haftende Substanz aus dem Mund ausstoßen, die Gegner festhält und bewegungsunfähig macht.
Saiken verfügt über eine Affinität zur Wasserfreisetzung, was sich auch in den Fähigkeiten seines Jinchūriki Utakata widerspiegelt. Dieser kombinierte Saikens Chakra mit seiner eigenen Seifenblasen-Ninjutsu-Technik (Shabondama), um verstärkte Angriffe zu führen. Durch die Einmischung von Saikens Säure in die Blasentechnik konnte Utakata deutlich wirkungsvollere Attacken durchführen. Im Anime zeigte Utakata außerdem die Fähigkeit, sich vollständig in Saiken zu verwandeln, um das gefährliche Tsuchigumo-Kinjutsu zu absorbieren und unschädlich zu machen.
Saikens Persönlichkeit hebt sich von der vieler anderer Bijū ab. Während die meisten Schwanzbestien als selbstsüchtig und feindselig gegenüber ihren Jinchūriki gelten, zeigte Saiken im Anime eine vergleichsweise freundliche und kooperative Natur. Als Utakata darum bat, Hotaru zu retten, half Saiken scheinbar freiwillig und zog sich anschließend wieder in Utakata zurück, ohne zu versuchen, die Kontrolle über ihn zu übernehmen. Saiken bezeichnet sich selbst mit dem prahlenden Pronomen Ore und spricht einen Dialekt, der möglicherweise dem Ōsaka-Ben entlehnt ist. Die Beziehung zwischen Utakata und Saiken war deutlich harmonischer als bei den meisten anderen Jinchūriki-Bijū-Paaren, was Utakata erlaubte, selbst auf die vollständige Form von Saiken zuzugreifen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren.
Utakata, Saikens letzter Jinchūriki, war ein vermisstes Shinobi aus Kirigakure. Sein Meister Harusame hatte einst versucht, Saiken aus Utakata zu entfernen, um ihn davor zu bewahren, als lebendes Waffenlager des Dorfes missbraucht zu werden. Dieser Versuch schlug jedoch fehl: Saiken kam unkontrolliert heraus und tötete Harusame. Utakata, der die Absicht seines Meisters nicht kannte, glaubte fortan, dieser habe ihn umbringen wollen, und verließ Kirigakure. Schließlich wurde Utakata von Nagatos Schmerzensgruppe aufgespürt und überwältigt. Obwohl er zwei der Sechs Pfade des Schmerzes bezwingen konnte, war er den verbleibenden Pfaden nicht gewachsen. Nach seiner Gefangennahme extrahierte Akatsuki Saiken aus Utakata, was den Tod des Jinchūriki zur Folge hatte. Saiken wurde anschließend in der Dämonischen Statue des Äußeren Pfades versiegelt.
Träger (Jinchūriki)
Charaktere mit Teilfähigkeiten
- Obito Uchiha: Kontrollierte den per Edo-Tensei wiedererweckten Utakata im Vierten Grossen Shinobi-Krieg über Chakra-Empfänger (Rinnegan + Sharingan). Zwang ihn zur vollständigen Verwandlung in Saiken und setzte Saikens Chakra sowie korrosive Fähigkeiten als Waffe gegen die Allianz ein, ohne selbst Jinchuuriki zu sein.
- Naruto Uzumaki: Erhielt Saikens Chakra direkt von der Bestie im Vierten Grossen Shinobi-Krieg, als alle Bijuu ihm freiwillig Chakra übertrugen. Konnte dadurch Saikens Seifenblasen-Ninjutsu und die Fähigkeit zur Ausschüttung korrosiver Substanzen temporär nutzen. Er war zu keiner Zeit Jinchuuriki von Saiken.
Wissenswertes
- Der Name Saiken (犀犬) bedeutet wörtlich übersetzt Nashornhund und bezieht sich auf eine Art chinesischen Yokai. Es handelt sich dabei um ein mythisches Wesen aus der ostasiatischen Volksüberlieferung.
- Saiken ist das einzige Bijū, das optisch einer Schnecke ähnelt. Alle anderen Schwanzbestien orientieren sich an anderen Tieren wie Füchsen, Katzen, Affen oder Schildkröten.
- Saiken spricht im japanischen Original mit einem Dialekt, der dem Ōsaka-Ben ähnelt, und verwendet das Pronomen Ore (俺), das im Japanischen als betont selbstbewusste oder prahlende Ausdrucksweise gilt.
- Der Name seines Jinchūriki Utakata (泡沫) bedeutet im Japanischen Blase oder Schaum und ist damit eine direkte Anspielung auf Utakatas Seifenblasen-Ninjutsu sowie auf die vergängliche Natur von Blasen, was wiederum Utakatas tragisches Schicksal symbolisiert.
- Hashirama Senju schenkte Saiken zusammen mit Isobu (dem Dreigeschwänzten) nach dem Ersten Shinobi-Weltkrieg an Kirigakure. Damit erhielt das Dorf im Verborgenen Nebel gleich zwei der neun Bijū, was zur damaligen Machtstellung Kirigakures beitrug.
- Der Six-Tails Unleashed Arc (Episoden 144 bis 151 von Naruto Shippuden) ist ein Anime-Exklusiv-Arc (Filler) und erscheint nicht im Originalmanga. Utakatas detaillierte Hintergrundgeschichte sowie seine Beziehung zu Hotaru wurden daher nur im Anime erzählt.
- Saikens Signaturangriff Weiser-Wolf-Verfall (Chikushōdō: Rōga Nadorejisuto) ist eine der wenigen Bijū-Techniken, die in gasförmiger und flüssiger Form eingesetzt werden kann, was sie besonders vielseitig und schwer zu kontern macht.
- In der Anime-Szene, in der Utakata sich vollständig in Saiken verwandelt, um das Tsuchigumo-Kinjutsu zu absorbieren, zeigte Saiken eine aktive Kooperation mit seinem Jinchūriki, was unter den Bijū als äußerst ungewöhnlich gilt und die besondere Bindung zwischen den beiden unterstreicht.

