biju
Kurama (Neunschwänziger / Kyubi)
Kurama, bekannt als der Neunschwänzige (Kyubi), ist die mächtigste aller neun Schwanzbestien des Naruto-Universums. Als riesiger rotgoldener neungeschwänziger Fuchs verfügt er über schier unermessliche Chakra-Reserven und ist in der Lage, allein durch sein Chakra die Erdoberfläche zu verändern. Über Jahrhunderte als mindloses Monster verfolgt und als Kriegswerkzeug missbraucht, entwickelte Kurama einen tiefen Hass auf die Menschheit. Erst durch die Freundschaft mit Naruto Uzumaki, dem letzten Jinchuriki, überwand er diesen Hass und wurde zum entscheidenden Verbündeten in der Geschichte der Shinobi-Welt.
Steckbrief
| Schweife | 9 |
|---|---|
| Auch bekannt als | Kyubi, Neungeschwänzter Fuchs, Neunschwänziger, Dämonenfuchs |
| Chakra-Natur / Element | Wind (Anime), Feuer (Anime); primär bekannt für massives, ungeformtes Bijuu-Chakra ohne feste Elementarzuordnung im Manga |
| Erstauftritt | Manga: Kapitel 1 (Naruto), Anime: Episode 1 (Naruto) |
| Erscheinung | Riesiger rotgoldener Fuchs mit schwarzem Fell um die roten Augen, das sich bis zu den Ohren erstreckt. Neun lange, mächtige Schwänze. Aufrecht gehender Oberkörper mit menschenähnlichen Händen und scharfen Krallen. In seiner Jugend weicher und runder in den Zügen, fast welpenhaft. Nach der Wiedervereinigung beider Hälften wächst Kurama auf eine Größe, die selbst ein Stumpf des Gottbaums überragt. |
Beschreibung
Kurama entstand in den letzten Tagen von Hagoromo Ōtsutsuki, dem Weisen mit den Sechs Wegen. Hagoromo nutzte seine Technik der Erschaffung aller Dinge, um das Chakra des Zehnschwänzigen in neun eigenständige Wesen aufzuteilen und ihnen Namen zu geben. Als Bestie mit neun Schwänzen erhielt Kurama die größte Chakramenge aller Schwanzbestien. Hagoromo erklärte dem jungen Kurama und seinen Geschwistern, dass zwischen ihnen allen trotz ihrer Trennung eine Verbindung bestehe. Kuramas Yang-Hälfte hat genug Kraft, um allein fünf andere Schwanzbestien gleichzeitig niederzuringen, wenn auch mit Hilfe des verletzten Gyuki.
Über Jahrhunderte wurde Kurama von den Menschen als blindwütiges Monster betrachtet und als Werkzeug für kriegerische Zwecke begehrt. Diese jahrelange Verunglimpfung und Instrumentalisierung hinterließ tiefe Spuren in der Bestie: Kurama entwickelte einen brennenden Hass auf die gesamte Menschheit und bezeichnete sich selbst als lebendige Verkörperung von Hass und Rache. Dennoch erkannte Kurama im Laufe der Zeit, dass Naruto Uzumaki anders war als alle Menschen zuvor. Der Wille des Jungen, trotz aller Ablehnung Verständnis und Würde zu zeigen, ließ Kurama zuerst verstummen, dann nachdenken und schließlich seine tief verwurzelte Feindseligkeit aufgeben. Kuramas Persönlichkeit wandelte sich von arroganter Verachtung zu ehrlicher Anerkennung und schließlich echter Freundschaft.
Kuramas Geschichte in der Shinobi-Welt beginnt lang vor der Haupthandlung. Madara Uchiha gelang es mithilfe seines Sharingan, Kurama unter seine Kontrolle zu bringen. Er setzte die Bestie gegen Hashirama Senju, den späteren Ersten Hokage, ein. Hashirama besiegte Madara im Tal der Entscheidung und gewann dabei auch Kurama. Hashiramas Frau Mito Uzumaki versiegelte die Bestie anschließend in sich selbst und wurde so zur ersten Jinchuriki des Neunschwänzigen. Mito trug Kurama über die ersten beiden Shinobi-Weltkriege hinweg in sich, hielt ihn stets unter Kontrolle und hinterließ ihrer Nachfolgerin Kushina Uzumaki als wichtigsten Rat: sich mit Liebe zu erfüllen, um den Hass des Fuchses zu überwinden. Nach Mitos Tod wurde Kurama in Kushina, eine Kunoichi aus dem Uzumaki-Clan, ummantelt. Als Kushina am 10. Oktober ihr Kind Naruto zur Welt brachte, schwächte sich ihr Siegel vorübergehend ab. Der maskierte Mann Tobi (Obito Uchiha) nutzte diesen Moment, entführte Kushina und befreite Kurama gewaltsam aus ihr. Mit seinem Sharingan zwang er Kurama, Konohagakure anzugreifen. Der Vierte Hokage Minato Namikaze kämpfte gegen Tobi und den entfesselten Kurama. Um Konoha zu retten, spaltete Minato Kurama in zwei Hälften: Die Yin-Hälfte versiegelte er in sich selbst, die Yang-Hälfte versiegelte er im neugeborenen Naruto, seinem Sohn. Beide Eltern opferten dabei ihr Leben.
Im Verlauf der Haupthandlung wächst Naruto langsam in seine Rolle als Jinchuriki hinein. Als er im Kampf gegen Haku zum ersten Mal in Lebensgefahr gerät und glaubt, Sasuke sei tot, bricht Kuramas Chakra unkontrolliert hervor. Naruto greift im Laufe der Zeit immer öfter auf Kuramas Chakra zurück, entwickelt verschiedene Stufen des Chakra-Mantels und trägt dabei schwere Risiken, da unkontrollierte Nutzung die Selbstzerstörung droht. Unter der Anleitung von Killer B, dem Jinchuriki des Achtschwänzigen, lernt Naruto schließlich, Kurama vollständig zu begegnen: Er ringt mit der Bestie, entreißt ihr das Chakra und erwirbt den Neungeschwänzten Chakra-Modus. In diesem Modus umhüllt ihn goldenes Kurama-Chakra, beschleunigt ihn dramatisch und verleiht ihm eine sensorische Wahrnehmung, die weit über alle anderen Möglichkeiten hinausgeht.
Der entscheidende Wendepunkt in der Beziehung zwischen Naruto und Kurama findet während des Vierten Großen Shinobi-Krieges statt. Als Naruto Kuramas wahre Absicht erkennt und ihn fragt, wie er heißt, ist Kurama tief überrascht. Kein Jinchuriki hatte jemals so gefragt. Naruto bittet Kurama um Zusammenarbeit, nicht um Unterwerfung. Kurama, der im Laufe der Jahrhunderte Narutos Entschlossenheit und Mitgefühl beobachtet hat, öffnet sich zum ersten Mal wirklich. Gemeinsam verschmelzen sie ihre Chakras und bilden den Kurama-Modus: die volle Bijuu-Transformation, in der Naruto als orangegolden leuchtender Kurama-Avatar agiert, dessen Kraft die gesamte Shinobi-Allianz in Staunen versetzt. Naruto verteilt über Schattenkopien Kurama-Chakra an jeden Kämpfer der Allianz und verändert damit den Verlauf des Krieges.
Während des Krieges wird die Yin-Hälfte Kuramas aus Minatos Körper herausgelöst, kurzzeitig von Black Zetsu und Obito gehalten, bevor Obito sie mit einem letzten Kraftakt in Naruto überträgt. Damit ist Kurama erstmals seit Generationen wieder vereint, was die Bestie auf eine neue Machtstufe hebt. Im finalen Kampf gegen Kaguya Ōtsutsuki ist der vereinte Kurama unabdingbar. Nach dem Krieg bleibt Kurama Narutos Lebensbegleiter und erklärt ihn offen zu seinem Freund, wobei er seinen jahrzehntelangen Groll gegen den Vierten Hokage Minato aufgibt, weil er versteht, dass Minato Naruto aus Liebe und Hoffnung als Jinchuriki auswählte.
Kuramas Fähigkeiten sind ebenso vielfältig wie gewaltig. Der Bijudama (Schwanzbestienball) ist die Kerntechnik jeder Schwanzbestie und gilt als deren stärkste Attacke: ein Energieball aus 80 Prozent positiv schwarzem und 20 Prozent negativ weißem Chakra, der zu einer Kugel verdichtet und abgefeuert wird. Die Explosion eines normalen Bijudama ist groß genug, um ganze Gebirgsketten zu verdampfen. Kurama kann einen Bijudama erschaffen, der seine eigene Körpergröße um ein Vielfaches übersteigt. Der Neungeschwänzte Chakra-Modus verleiht dem Jinchuriki goldenes Chakra als Mantel, schärft alle Sinne und erlaubt Senjutsu-ähnliche Wahrnehmung. Die vollständige Bijuu-Transformation lässt Naruto als riesigen Kurama-Avatar auftreten, der als physische Waffe eingesetzt wird. Kurama besitzt außerdem außerordentliche Heilungskräfte, die schwere Verletzungen in Sekunden schließen und diese Fähigkeit auf seinen Jinchuriki übertragen. Im Anime zeigt Kurama Wind- und Feuer-Techniken, darunter den Neunschwänze-Wirbel und Feueratem.
Träger (Jinchūriki)
Charaktere mit Teilfähigkeiten
- Kinkaku: Pseudo-Jinchuriki des Neunschwänzigen. Kinkaku und sein Bruder Ginkaku wurden als Kinder von Kurama verschluckt und überlebten zwei Wochen in seinem Magen, indem sie sein chakra-durchtränktes Fleisch aßen. Dadurch absorbierten sie dauerhaft etwa sechs Schweife seines Chakras. Kinkaku kann jederzeit einen Chakra-Mantel anlegen (Version 2) mit sechs Schweifen, wobei ein Schweif deutlich größer und dicker ist als die anderen. Er behält dabei sein Bewusstsein, was die meisten normalen Jinchuriki in dieser Form nicht können. Er besitzt Schnurrbart-Marken wie ein Jinchuriki und sein Chakra ist in Stärke und Menge dem Kuramas ähnlich. Kinkaku war niemals vollwertiger Jinchuriki des Neunschwänzigen.
- Ginkaku: Pseudo-Jinchuriki des Neunschwänzigen. Bruder von Kinkaku, erwarb auf identischem Weg (Verschlucktwerden durch Kurama, Überleben durch Verzehr von Kuramas Fleisch) dauerhaft etwa sechs Schweife seines Chakras. Besitzt denselben Chakra-Mantel und dieselben Kampffähigkeiten wie sein Bruder. Ginkaku war niemals vollwertiger Jinchuriki des Neunschwänzigen.
- Obito Uchiha: Nutzte Kuramas Chakra per Sharingan-Kontrolle ohne Jinchuriki zu sein. Obito extrahierte den Neunschwänzigen aus Kushina Uzumaki kurz nach Narutos Geburt, band Kuramas Willen mit seinem Mangekyou-Sharingan und ließ ihn das Dorf Konohagakure angreifen. In dieser Phase lenkte Obito Kuramas Aktionen direkt, ohne die Bestie in sich versiegelt zu haben. Minato Namikaze konnte Kuramas Bindung schließlich brechen. Zusätzlich kontrollierte Obito nach Erlangen des Rinnegan die wiedererweckten Jinchuriki der anderen Bijuu im Vierten Shinobi-Weltkrieg über schwarze Empfänger. Kuramas Yin-Hälfte hielt er kurzzeitig in Besitz, ohne sie dauerhaft in sich zu versiegeln. Obito wurde später Jinchuriki des Zehnschwänzigen, nicht des Neunschwänzigen.
- Madara Uchiha: Kontrollierte Kurama per Mangekyou-Sharingan ohne Jinchuriki zu sein. Madara war der erste, der nachwies, dass das Mangekyou-Sharingan einen Bijuu zu einem willenlosen Werkzeug machen kann. Diese Kontrolle ist einer vollwertigen Jinchuriki-Bindung unterlegen, da die Bestie dabei keine anderen Fähigkeiten als rohe Gewalt einsetzen kann und die Kraftausgabe der Bijudama nicht kontrolliert werden kann. Madara nutzte dieses Wissen, um Obito in derselben Methode zu unterweisen. Als Madara später selbst reanimiert und schließlich Jinchuriki des Zehnschwänzigen wurde, trug er Kurama nur als Teil des Zehnschwänzigen in sich, war aber nie direkter Jinchuriki des Neunschwänzigen.
- Hinata Hyuga: Erhielt im Vierten Großen Shinobi-Krieg einen Anteil von Kuramas Chakra von Naruto per Schatten-Klon-Technik. Das verteilte Chakra hüllte sie in einen Mantel ähnlich einer schweiflosen Version-1-Form und verstärkte ihre Techniken erheblich: Mit einem einzigen Achtzeichen-Vakuum-Palmenschlag konnte sie einen Schweif des Zehnschwänzigen abwehren. Hinata war zu keinem Zeitpunkt Jinchuriki des Neunschwänzigen.
- Kakashi Hatake: Erhielt im Vierten Großen Shinobi-Krieg Kuramas Chakra auf zwei Wegen: zuerst direkt von Kurama über Narutos Körper, was seine Kamui-Technik auf das Dreifache der normalen Stärke brachte; später erneut über Narutos Schatten-Klone als Teil der Allianz-Verteilung. Er konnte Kamui danach schneller, häufiger und auf größere Ziele wie den Achtschwänzigen anwenden. Kakashi war zu keinem Zeitpunkt Jinchuriki des Neunschwänzigen.
- Sakura Haruno: Erhielt im Vierten Großen Shinobi-Krieg einen Anteil von Kuramas Chakra über Narutos Schatten-Klon-Verteilung an die gesamte Shinobi-Allianz. Der Mantel verstärkte auch ihre medizinischen Ninjutsu-Techniken. Ihr Anteil des Chakras war begrenzt und konnte aufgebraucht werden. Sakura war zu keinem Zeitpunkt Jinchuriki des Neunschwänzigen.
- Shinobi-Allianz: Naruto verteilte im Vierten Großen Shinobi-Krieg über Schatten-Klone Kuramas Chakra an jeden noch kampffähigen Shinobi der Alliierten Streitkräfte. Jeder Empfänger erhielt einen leuchtenden Chakra-Mantel (schweifloses Version-1-Äquivalent), der Geschwindigkeit, Stärke und Ninjutsu-Wirkung erheblich steigerte. Hashirama Senju bemerkte, dass die verteilte Chakra-Menge beinahe seinen eigenen Reserven gleichkam. Keiner dieser Shinobi war oder wurde dadurch Jinchuriki des Neunschwänzigen.
Wissenswertes
- Kurama war das erste Wesen, das in der Naruto-Manga-Reihe zu sehen war: Die Bestie erscheint bereits auf Seite 12 von Kapitel 1 bei der Erinnerung an den Angriff auf Konoha. Im Anime ist sie ebenso in Episode 1 präsent.
- Seinen echten Namen 'Kurama' erfährt der Leser erst in Manga-Kapitel 568, weit in der Shippuden-Ära. Zuvor wird die Bestie stets als 'Kyubi', 'Neunschwänziger Fuchs' oder 'Dämon' bezeichnet. Naruto ist der erste Jinchuriki überhaupt, der ihn nach seinem Namen fragt.
- Kurama basiert auf dem Kitsune der japanischen Mythologie, einem übernatürlichen Fuchs, der mit zunehmender Weisheit und Lebensalter mehr Schwänze entwickelt. Neun Schwänze gelten als Höchststufe göttlicher Macht und Allwissenheit.
- Das Yang-Kurama, also die Hälfte, die in Naruto versiegelt war, hatte allein genug Kraft, um fünf Schwanzbestien gleichzeitig zu besiegen, wenn auch mit Hilfe des geschwächten Gyuki (Achtschwänziger). Dies unterstreicht Kuramas Sonderstellung als stärkste Schwanzbestie.
- Kuramas Chakra ist so mächtig, dass es beim Durchströmen des Körpers eines normalen Menschen dessen Zellen zerstört. Nur Mitglieder des Uzumaki-Clans mit ihrer außergewöhnlich starken Lebensenergie können als Jinchuriki überleben, ohne dabei von innen heraus vernichtet zu werden. Mito und Kushina waren beide Uzumaki, was ihre Wahl als Trägerin kein Zufall war.
- Obwohl Kurama einer der neun Bijuu ist, erhält er nie ein klassisches Tailed-Beast-Mode-Design in der Bijuu-Avatar-Form wie die anderen Bestien, da er selbst das Bijuu ist, das transformiert wird. Naruto kämpft in seiner vollständigen Bijuu-Form buchstäblich als Kurama.
- Naruto ist die erste Person in Kuramas jahrhundertelangem Leben, die ihn explizit nach seinem Namen fragt und ihm Respekt entgegenbringt. Dieser Moment markiert den Beginn ihrer echten Freundschaft und den Wendepunkt in Kuramas gesamter Charakterentwicklung.
- Madara Uchiha war in der Lage, Kurama mit seinem Sharingan zu kontrollieren, was zeigt, dass selbst die mächtigste Schwanzbestie durch bestimmte Dojutsu bezwungen werden kann. Hashirama Senju gewann Kurama anschließend im Kampf gegen Madara und übergab ihn an seine Frau Mito.

