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Kotoamatsukami

Kotoamatsukami ist das mächtigste Genjutsu des Mangekyou-Sharingan von Shisui Uchiha: Es taucht den Geist des Ziels in vollständig real wirkende Phantomerlebnisse und gibt dem Anwender absolute Kontrolle, ohne dass das Opfer jemals bemerkt, dass es manipuliert wird.

Steckbrief

Entwickelt vonShisui Uchiha
KlassifikationGenjutsu, Doujutsu, Kekkei Genkai, Ergänzend
RangS-Rang (laut Naruto-Kayou-Sammelkartenspiel von Studio Pierrot)
NaturtypKeiner
ReichweiteUnbekannt (Sichtweite des Anwenders)
HandzeichenKeine
ErstauftrittManga-Kapitel 459 / Anime-Folge 201 (Naruto Shippuuden, Teil II)
Verwandte TechnikenMangekyou-Sharingan, Tsukuyomi, Izanagi, Izanami

Beschreibung

Kotoamatsukami (別天神, wörtlich: Unterscheidende Himmelsgötter) ist die exklusive Dojutsu-Technik des Mangekyou-Sharingan von Shisui Uchiha und gilt weithin als das subtilste und zugleich gefährlichste Genjutsu der gesamten Naruto-Reihe. Der Name entstammt direkt der shintoistischen Schöpfungsmythologie Japans: Die Kotoamatsukami sind dort die fünf ersten Gottheiten, die beim Entstehen des Universums in Takamagahara, der Hochebene des Himmels, ohne jede Zeugung ins Dasein traten. Ihre Einzigartigkeit liegt darin, dass sie sich vollständig von allen späteren Göttern absondern, was im Naruto-Kontext die unerreichbare, alles überragende Natur der Technik symbolisiert.

Die Wirkungsweise der Technik ist so vollständig wie kein anderes bekanntes Genjutsu. Wer innerhalb des Sichtfelds des Anwenders steht, kann ohne Vorwarnung in die Technik eingebunden werden: Der Nutzer dringt in den Geist des Ziels ein und pflanzt vollkommen kohärente, sinnlich erfahrbare Phantomerlebnisse ein. Diese Illusionen fühlen sich für das Opfer nicht wie aufgezwungene Befehle an, sondern wie eigene, frei getroffene Entscheidungen. Das Ziel handelt daraufhin exakt so, wie der Anwender es beabsichtigt, ist sich dabei jedoch keinerlei Fremdsteuerung bewusst. Diese absolute Unbemerktheit macht Kotoamatsukami radikal verschieden von anderen Sharingan-Genjutsu, bei denen sich Opfer zumindest im Nachhinein an den Eingriff erinnern können.

Ein weiterer zentraler Unterschied zu vergleichbaren Sharingan-Techniken ist, dass Kotoamatsukami keinen direkten Augenkontakt zu erfordern scheint. Dies wurde bei Danzo Shimura deutlich, der die Technik auf Mifune anwandte, ohne anscheinend den Verband zu entfernen, der sein rechtes Auge bedeckte. Die genauen Bedingungen, unter denen Augenkontakt erforderlich ist oder nicht, werden in der Hauptgeschichte nicht abschließend erklärt.

Die Technik ist untrennbar mit dem Schicksal von Shisui Uchiha verbunden. Shisui plante, Kotoamatsukami einzusetzen, um die Anführer des Uchiha-Clans davon zu überzeugen, ihren Staatsstreich gegen Konohagakure aufzugeben, damit nicht der Dritte Hokage und Danzo zu radikaleren Mitteln greifen mussten. Bevor Shisui seinen Plan umsetzen konnte, stahl Danzo Shimura ihm jedoch das rechte Mangekyou-Sharingan und implantierte es sich in seinen eigenen leeren Augenhöhle. Danzo nutzte das geraubte Auge vielfach, unter anderem um Mifune, den Anführer der samuraianischen Eisenstahlnation, während des Fünften Kage-Gipfels zu manipulieren. Die Wirkdauer des Auges bei Danzo war durch Hashirama Senjus Chakra, das in Danzos Körper eingewoben war, deutlich verkürzt, sodass er die Technik öfter nutzen konnte als ein gewöhnlicher Träger. Dennoch betonte Danzo selbst, dass die Technik nicht mehrmals an einem einzigen Tag eingesetzt werden kann.

Das linke Auge übergab Shisui vor seinem Tod seinem engsten Vertrauten Itachi Uchiha. Itachi implantierte dieses Auge in eine Krähe und versiegelte die Krähe anschließend im Körper von Naruto Uzumaki. Die Krähe war so programmiert, dass sie Kotoamatsukami auf jeden auslöst, der die Augen von Itachi Uchihas eigenem Mangekyou-Sharingan erblickt, mit dem Befehl, Konohagakure zu schützen. Itachis ursprünglicher Plan war es, dass Sasuke, wenn er dereinst erblindet, Itachis Augen als Ewiges Mangekyou-Sharingan übernehmen würde. Die Krähe hätte dann die Technik auf Sasuke ausgelöst und ihn dauerhaft auf die Seite des Dorfes gezogen. Im Vierten Großen Shinobi-Krieg kam es jedoch anders: Als der durch Kabuto Yakushis Edo-Tensei wiedererweckte Itachi auf Naruto traf, reagierte die Krähe auf Itachis eigene Augen und löste Kotoamatsukami auf Itachi selbst aus. Die eingepflanzte Überzeugung, Konohagakure zu schützen, durchbrach Kabutos nahezu absoluten Edo-Tensei-Zwang und gab Itachi seinen freien Willen zurück, sodass er sich Naruto und Killer B im Kampf gegen Kabuto anschließen konnte. Da das implantierte Auge danach für mindestens zehn Jahre nicht erneut einsatzbereit war und in falsche Hände fallen könnte, vernichtete Itachi die Krähe anschließend mit seinem Amaterasu.

Die Regenerationszeit von Kotoamatsukami beträgt für einen unveränderten Träger mindestens zehn Jahre je Auge. Dieses Intervall gilt als die weitaus größte Einschränkung der Technik: Sie ist praktisch nur einmal pro Jahrzehnt einsetzbar. Nur der Zugang zu Hashirama-Chakra, wie im Fall von Danzo, verkürzt dieses Intervall erheblich, ohne es vollständig aufzuheben.

Anwender

Wissenswertes

  • Der Name Kotoamatsukami (別天神) stammt direkt aus der shintoistischen Kosmogonie Japans und bezeichnet die fünf ersten Götter, die zu Beginn der Schöpfung ohne Zeugung in Takamagahara entstanden. Ihre Besonderheit ist ihre vollständige Abgeschiedenheit von den späteren Göttern, was im Naruto-Kontext die einzigartige, überlegene Stellung der Technik unter allen Genjutsu widerspiegelt.
  • Kotoamatsukami ist das einzige bekannte Genjutsu in der Naruto-Reihe, das stark genug war, um die nahezu unaufbrechbare Bindung des Edo-Tensei zu überwinden: Es befreite den wiedererweckten Itachi von Kabutos Kontrolle, obwohl Kabuto selbst behauptete, die Edo-Tensei-Bindung sei absolut.
  • Danzo Shimura nutzte das geraubte rechte Auge von Shisui mehrfach und konnte durch die Hashirama-Zellen in seinem Körper das Zehn-Jahres-Intervall stark verkürzen, gab aber selbst zu, dass eine mehrfache Nutzung pro Tag nicht möglich ist.
  • Itachis Krähe war so konditioniert, dass Kotoamatsukami auf jeden ausgelöst wird, der Itachis Mangekyou-Sharingan-Augen erblickt. Durch diesen Auslöser traf die Technik im Krieg versehentlich Itachi selbst statt des ursprünglich geplanten Ziels Sasuke.
  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Sharingan-basierten Genjutsu scheint Kotoamatsukami keinen direkten Augenkontakt vorauszusetzen, was die Technik noch schwieriger zu erkennen und abzuwehren macht.
  • Die Technik hinterlässt beim Opfer keinerlei Erinnerungslücke oder Fremdheitsgefühl: Das Ziel ist überzeugt, vollständig aus eigenem Willen zu handeln, was Kotoamatsukami in ethischer Hinsicht als besonders einschneidenden Eingriff in die Autonomie einer Person auszeichnet.
  • Das Mangekyou-Sharingan, das Kotoamatsukami ermöglicht, gehört zu Shisuis beiden Augen, nicht nur einem. Da Danzo das rechte und Itachi das linke erhielt, existiert im Verlauf der Hauptgeschichte kein einziger Träger mehr, der beide Augen und damit die volle ursprüngliche Kraft der Technik besitzt.
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