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Schattenklontechnik (Kage Bunshin no Jutsu)

Eine verbotene Ninjutsu-Technik, die körperlich reale Kopien des Anwenders erschafft, indem sie das Chakra gleichmäßig auf Original und Klone aufteilt. Alle Erfahrungen der Klone werden beim Auflösen an den Anwender zurückübertragen.

Steckbrief

Entwickelt vonTobirama Senju
KlassifikationNinjutsu, Klonetechnik (Variante: Kinjutsu bei Tajuu Kage Bunshin)
RangB-Rang (Standard) / A-Rang (Tajuu Kage Bunshin no Jutsu)
NaturtypKeiner
ReichweiteNahkampf (Erschaffung), variabel (Einsatz der Klone)
HandzeichenKreuzzeichen (Hitsuji-Variante dokumentiert; in Kakashi Hiden: einhändiges Kreuzzeichen)
ErstauftrittManga-Kapitel 1 / Anime-Folge 1 (Naruto, Teil I)
Verwandte TechnikenTajuu Kage Bunshin no Jutsu, Bunshin no Jutsu, Shunshin no Jutsu, Blitz-Schattenklontechnik, Erd-Schattenklontechnik, Holz-Schattenklontechnik, Shuriken-Schattenklontechnik

Beschreibung

Die Schattenklontechnik (影分身の術, Kage Bunshin no Jutsu) ist eine der bekanntesten und folgenreichsten Techniken der gesamten Naruto-Reihe. Sie wurde vom Zweiten Hokage Tobirama Senju entwickelt und gilt als Weiterentwicklung der gewöhnlichen Klontechnik. Während normale Klone lediglich körperlose Illusionen ohne jede Substanz erzeugen, erschafft die Schattenklontechnik vollständig körperliche Duplikate des Anwenders: Die Klone besitzen echtes Gewicht, können Treffer einstecken, Techniken ausführen, Gegenstände tragen und eigenständig kämpfen. Ihr Unterschied zum Original ist äußerlich nicht festzustellen, was ihren taktischen Wert erheblich steigert.

Der technische Kern der Schattenklontechnik liegt in der Chakraaufteilung. Das Chakra des Anwenders wird gleichmäßig auf das Original und alle erschaffenen Klone verteilt: Wer einen Klon erschafft, behält selbst nur die Hälfte seines Chakras; wer zwei erschafft, verbleiben ihm ein Drittel, und so weiter. Da die Gesamtmenge des verfügbaren Chakras dadurch rapide sinkt, ist die Technik für Ninja mit geringen Chakrareserven gefährlich oder kaum anwendbar. In der Regel gilt sie erst ab Jounin-Niveau als sicher einsetzbar. Naruto Uzumaki bildet aufgrund seiner außergewöhnlich großen Chakrareserven, die zusätzlich durch das Chakra des Neungeschwänzten Bijuu Kurama gespeist werden, eine markante Ausnahme: Er kann hunderte Klone gleichzeitig erschaffen, ohne sich ernsthaft zu schwächen.

Die wohl bedeutendste Eigenschaft der Schattenklontechnik ist die Rückkoppelung aller Erfahrungen beim Auflösen eines Klons. Wird ein Klon zerstört oder löst er sich auf, überträgt er sämtliche Erfahrungen, Informationen und erworbenen Fähigkeiten, die er während seiner Existenz gesammelt hat, unmittelbar auf den Anwender. Dies macht die Technik zu einem außerordentlich effizienten Trainings- und Aufklärungsinstrument: Ein Anwender kann mit einem einzigen Klon in einer Stunde effektiv zwei Stunden Erfahrung ansammeln. Naruto nutzte diese Eigenschaft systematisch und über lange Zeiträume, um Fähigkeiten wie den Sage-Modus oder den Bijuu-Modus in rekordverdächtiger Geschwindigkeit zu erlernen. Gleichzeitig birgt das massenhafte Auflösen vieler Klone auf einmal das Risiko einer Informationsüberflutung, die den Anwender kurzzeitig überwältigen kann.

Tobirama Senju erklärte die Variante Tajuu Kage Bunshin no Jutsu (Mehrfache Schattenklontechnik), die Dutzende bis Hunderte Klone gleichzeitig erzeugt, zur verbotenen Technik und ließ sie im Versiegelten Schriftrollen der Konoha versiegeln. Für die meisten Ninja wäre allein die Energie, die ein einziger Klon dieser Variante verschlingt, ausreichend, um die gesamten Chakrareserven zu erschöpfen. Naruto Uzumaki erhielt Zugang zu dieser Technik in der ersten Folge des Animes, als er die verbotene Schriftrolle der Versiegelung stahl und die darin beschriebene Technik unter Anleitung von Mizuki erlernte, bevor dieser sein wahres Gesicht offenbarte und von Iruka Umino aufgehalten wurde.

Im Laufe der Serie entwickelte sich die Schattenklontechnik zum zentralen Markenzeichen Naruto Uzumakis und zu einem wesentlichen Baustein seiner Kampfstrategie. Naruto kombiniert die Technik mit zahlreichen anderen Jutsu, etwa dem Rasengan, dem Wind-Rasenshuriken oder dem Bijuu-Modus, und nutzt die Klone zur Ablenkung, zur Verschleierung seiner Position, zur Erkundung weiträumiger Gebiete und zur parallelen Durchführung chakraintensiver Techniken. Die Erfahrungsübertragung ermöglichte ihm zudem, Sage-Chakra durch Klone zu sammeln, während er selbst kämpfte, da der lebendige Körper im Sage-Modus ansonsten vollständige Bewegungslosigkeit erfordert.

Anwender

Wissenswertes

  • Die Schattenklontechnik wurde vom Zweiten Hokage Tobirama Senju erschaffen und gilt als eine seiner technisch anspruchsvollsten Erfindungen, neben dem Wiedergeburtsninjutsu und dem Raumzeit-Ninjutsu.
  • Die Variante Tajuu Kage Bunshin no Jutsu ist offiziell als Kinjutsu eingestuft und im Versiegelten Schriftrollen der Konoha aufbewahrt, weil sie für nahezu alle Ninja sofortige vollständige Chakra-Erschöpfung bedeutet.
  • Naruto besteht die Abschlussprüfung der Ninja-Akademie nicht mit der regulären Klontechnik, da er keine körperlosen Illusionen formen kann. Mit der Schattenklontechnik aus der verbotenen Schriftrolle schließt er die Ausbildung dennoch ab.
  • Die Erfahrungsrückkopplung beim Auflösen von Klonen ist eine einzigartige Eigenschaft der Schattenklontechnik unter allen Klonjutsu der Serie: Gewöhnliche Klone, Wasserklone oder andere Elementarklone übertragen keine Erinnerungen.
  • Naruto sammelt im Kampf gegen Pain Sage-Chakra, indem er stationäre Klone an sicheren Orten meditieren lässt und die angesammelten Erfahrungen beim Auflösen übernimmt, da echter Sage-Modus vollständige Bewegungslosigkeit voraussetzt.
  • Die Technik erfordert das charakteristische Kreuzhandzeichen (auch als Hitsuji oder X-Zeichen beschrieben), das zu Narutos visueller Erkennungsmarke wurde. In Kakashi Hiden setzt Naruto sie bereits mit einem einhändigen Kreuzzeichen ein, was seine gewachsene Kontrolle belegt.
  • Mehrere andere Ninja entwickelten eigene Varianten der Schattenklontechnik unter Einbeziehung ihrer Chakranatur: Kakashi nutzte die Blitz-Schattenklontechnik, Yamato die Holz-Schattenklontechnik und Orochimaru erschuf Schlangenklone mit vergleichbarer Substanz.
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