biju
Isobu (Dreischwänziger)
Isobu, bekannt als der Dreischwänzige (Sanbi), ist eines der neun Bijū und ähnelt einer riesigen Meeresschildkröte mit krabbenartigem Panzer und drei garnelenähnlichen Schweifen. Als letztes bekanntes Bijū ohne Jinchūriki taucht es frei in einem See auf, bis es von der Akatsuki gefangen wird.
Steckbrief
| Schweife | 3 |
|---|---|
| Auch bekannt als | Sanbi, Dreischwänziger, Three-Tails |
| Chakra-Natur / Element | Wasser (Suiton) |
| Erstauftritt | Naruto Shippuden, Folge 89 (Anime-Arc: Erscheinen des Dreischwänzigen); Manga: Kapitel 317 (Beginn des Hidan-und-Kakuzu-Arcs) |
| Erscheinung | Riesige Schildkröte mit krabbenartigem, stachelbesetztem Panzer, menschenähnlichen Armen ohne Hinterbeine, rotem muskulösem Gewebe unter dem Panzer, roten Augen mit karmesinroten Pupillen und dauerhaft geschlossenem rechtem Auge sowie drei langen garnelenähnlichen Schweifen |
Beschreibung
Isobu ist das dritte der neun Bijū und wurde von Hagoromo Ōtsutsuki, dem Weisen der Sechs Pfade, aus der Chakra des Zehnschänzigen (Jūbi) geschaffen. Wie alle Bijū besitzt Isobu eine gewaltige Chakra-Reserve, die es anderen übertragen oder zu einem Bijūdama (Schwanzbestien-Ball) formen kann.
Äußerlich erinnert Isobu stark an eine riesige Meeresschildkröte, weist jedoch eine Reihe ungewöhnlicher Merkmale auf: Sein Panzer ähnelt dem einer Krabbe und ist über und über mit Stacheln bedeckt; unter dem Panzer liegt freiliegendes, rotes, muskelartiges Gewebe. Es besitzt menschenähnliche Arme mit Händen, jedoch keine Hinterbeine. Sein Gesicht ist zwischen einer massiven, ebenfalls stachelbesetzten Stirn und einem wuchtigen Unterkiefer eingefasst. Die roten Augen mit karmesinroten Pupillen sind charakteristisch, wobei das rechte Auge dauerhaft geschlossen zu sein scheint. Die drei Schweife ähneln dem Hinterleib einer Garnele.
In seiner Persönlichkeit gilt Isobu als schüchtern und zurückhaltend; es bezeichnet sich selbst mit dem japanischen Pronomen 'boku', das üblicherweise von jungen Jungen verwendet wird. Anders als einige der wilderer Bijū pflegt Isobu eine vergleichsweise harmonische Beziehung zu seinem letzten Jinchūriki Yagura, der als einer der wenigen Jinchūriki in der Geschichte des Naruto-Universums vollständige Kontrolle über sein Bijū erlangte.
Als Wasserwesen beherrscht Isobu das Suiton-Element vollständig. Es kann in hohem Tempo schwimmen, mächtige Wasserstrahlen abfeuern, die ganze Klippen zerstören, und sich zu einer Kugel zusammenrollen, um mit seinen Stachelfortsätzen Gegner zu rammen, ähnlich dem Stachel-Menschlichen-Kugelblitz des Akimichi-Clans. Eine seiner gefürchtetsten Fähigkeiten ist das Erzeugen eines halluzinogenen Nebels, der die tiefsten Ängste und Schwächen des Opfers bloßlegt und es in lähmende Traumbilder zwingt. Zusätzlich kann Isobu Korallen wachsen lassen; als reinkarnierter Jinchūriki nutzte Yagura diese Eigenschaft in der Technik Sango no Te (Korallenhand).
Isobu ist das einzige bekannte Bijū, das den Tod seines Jinchūriki nicht nur überlebt, sondern dabei selbst vorübergehend als tot gilt. Als Rin Nohara sich opferte, regenerierte Isobu im Laufe der Zeit und materialisierte sich erneut in einem See im Land der Wasserwirbel, wo es ohne Träger existierte, bis Tobi und Deidara es für die Akatsuki fingen. Über viele Jahre war Isobu im Körper von Yagura Karatachi versiegelt, dem Vierten Mizukage von Kirigakure, der unter dem Genjutsu von Madara Uchiha stand. Während der Ära des blutigen Nebels, in der Kirigakure für seine grausame Graduierungspraxis bekannt war, war Yagura als Jinchūriki maßgeblich in die Politik des Dorfes involviert.
Im Vierten Großen Shinobi-Weltkrieg wurde Yagura durch Kabuto Yakushis Edo Tensei reinkarniert und als einer der sechs wiedererweckten Jinchūriki eingesetzt. Isobu spielte dabei eine wichtige Rolle als Kampfkraft von Tobis Streitkräften, bevor Naruto und Killer B die Kontrolle über die Bijū zurückgewinnen konnten.
Träger (Jinchūriki)
Charaktere mit Teilfähigkeiten
- Yukimaru: Teilsynchronisation mit Isobu ohne jemals sein Jinchuriki gewesen zu sein. Yamato beschrieb seine Faehigkeit als 'Synchronisation mit einem Schwanztier'. Mit Kabutos Pillen konnte er zunächst nur eine Erscheinung der Bestie hervorrufen, später die vollständige Manifestation erzwingen. Emotional ausgelöst, ohne Pillen, konnte er Isobu kurzzeitig vollständig aufhalten. In einem unkontrollierten Ausbruch (Jutsu: Three-Tails Chakra: Release) verstärkte er Isobus Kraft so weit, dass die Bestie die Vier-Ecken-Versiegelungsbarriere durchbrach. Die körperliche Belastung verkürzte seine Lebenserwartung und raubte ihm die Fähigkeit dauerhaft. Quelle: Narutopedia, Yukimaru + Three-Tails Chakra: Release.
- Naruto Uzumaki: Pseudo-Jinchuriki Isobus. Während des Vierten Grossen Shinobi-Krieges übertrugen alle neun Schwanztiere, darunter Isobu, einen Teil ihres Chakras an Naruto. Isobus Chakra-Anteil verblieb in Naruto und ermöglichte es der Bestie, zusammen mit den anderen Schwanztieren in Narutos Bewusstsein zu erscheinen und ihm im Kampf gegen Kaguya Otsutsuki kombinierte Kraft zu verleihen. Naruto gilt nach Narutopedia als Pseudo-Jinchuriki aller acht übrigen Schwanztiere zusätzlich zu Kurama. Quelle: Narutopedia, Isobu + Jinchuriki.
- Obito Uchiha: Obito setzte sein Sharingan ein, um Yagura Karatachi, den Vierten Mizukage und vollwertigen Jinchuriki Isobus, unter eine langfristige Genjutsu-Kontrolle zu zwingen. Über Yagura steuerte Obito damit mittelbar auch Isobu. Yagura erreichte unter dieser Kontrolle nie eine echte Harmonie mit Isobu (er konnte nur die V2-Chakra-Hülle entfalten, wie er im Krieg selbst eingestand). Obito nutzte diese Kontrolle, um die 'Blutige Nebelzeit' in Kirigakure zu inszenieren. Quelle: Narutopedia, Obito Uchiha + Isobu. Als Obito den Zehn-Schwänzigen in sich versiegelte und dessen Jinchuriki wurde, trug er das amalgamierte Chakra aller neun Schwanztiere in sich, einschliesslich Isobus. Der Zehn-Schwänzige ist die ursprüngliche Zusammenführung aller neun Bestien; Isobu war dementsprechend Teil von Obitos Kraft als Juubi-Jinchuriki. Die alliierten Shinobi-Streitkräfte zogen später Isobu und die anderen Bestien aus Obito heraus. Quelle: Narutopedia, Ten-Tails + Birth of the Ten-Tails Jinchuriki.
- Madara Uchiha: Madara versiegelte den Zehn-Schwänzigen mittels des Six Paths Ten-Tails Coffin Seal in sich, nachdem er Obito als Jinchuriki abgelöst hatte. Dadurch trug er wie Obito das kombinierte Chakra aller neun Schwanztiere, darunter Isobu, in sich. Er setzte die daraus resultierende Kraft der Six Paths Senjutsu und der Wahrheitssuche-Kugeln ein. Quelle: Narutopedia, Birth of the Ten-Tails Jinchuriki + Six Paths Ten-Tails Coffin Seal.
Wissenswertes
- Isobu ist das einzige bekannte Bijū, das den Tod seines Jinchūriki überlebt hat und dabei selbst vorübergehend als tot galt, bevor es sich regenerierte und erneut materialisierte.
- Der Name Isobu leitet sich möglicherweise vom japanischen Meeresgeist Isonade ab, einem haifischartigen Dämon der Küstenregionen, obwohl das Bijū optisch eher Schildkröte und Krabbe kombiniert.
- Isobus Schildkrötengestalt könnte eine Anspielung auf Gamera sein, den riesigen Schildkröten-Kaijū aus japanischen Tokusatsu-Filmen; die Technik Rauer-See-Platsch in Naruto Shippūden: Ultimate Ninja Storm 3 ähnelt Gameras Strahl- und Ramm-Angriffen auffällig.
- Isobu ist das einzige Bijū, das in der Handlung eine Zeit lang vollständig ohne Jinchūriki frei in einem See existierte und dort von verschiedenen Parteien gleichzeitig gejagt wurde.
- Yūkimaru, der keine Verbindung zur Versiegelungskunst hat, konnte Isobu dennoch teilweise beeinflussen; Yamato bezeichnete diese rätselhafte Fähigkeit als Synchronisierung mit einem Bijū, deren Ursprung nie vollständig erklärt wurde.
- Rin Nohara wurde mit dem Verbotenen Einzelnen Fluchsiegel versehen, damit Isobu bei ihrer Rückkehr nach Konoha unkontrolliert freigesetzt worden wäre und das Dorf zerstört hätte; sie opferte sich, um dies zu verhindern.
- Isobus Pronomen boku, mit dem es sich selbst bezeichnet, wird im Japanischen typischerweise von Jungen oder jungen Männern genutzt und verleiht dem riesigen Meeresungeheuer eine unerwartet sanftmütige, fast kindliche Note.
- Yagura Karatachi gilt neben Hagoromo Ōtsutsuki und wenigen anderen als einer der seltenen Jinchūriki, die echte vollständige Harmonie mit ihrem Bijū erreichten, was in der Naruto-Welt als außerordentlich schwierig gilt.

