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Unendliches Tsukuyomi

Das Unendliche Tsukuyomi ist das mächtigste Genjutsu der Naruto-Welt: eine über den Mond projizierte, massenhafte Illusionstechnik, die in einem Lichtblitz die gesamte Menschheit in einen ewigen Traumschlaf versetzt und die Opfer langsam in Weiße Zetsu verwandelt.

Steckbrief

Entwickelt vonHagoromo Ötsutsuki (Schöpfer des Konzepts); Kaguya Ötsutsuki (ursprüngliche Anwenderin); Madara Uchiha (Ausführender im Vierten Shinobi-Weltkrieg)
KlassifikationGenjutsu, Kinjutsu, Kekkei Mora
RangUnbekannt (de facto S-Rang oder darüber)
NaturtypKeiner
ReichweitePlanetar (alle Lebewesen auf der Erde)
HandzeichenKeine (Aktivierung über den Rinne-Sharingan durch Reflektion auf dem Mond)
ErstauftrittManga-Kapitel 671 (Erwähnung/Vorbereitung) / Anime-Folge 424-426 (Naruto Shippuden, Teil II)
Verwandte TechnikenTsukuyomi, Rinne-Sharingan, Chibaku Tensei, Edo Tensei (Genjutsu-Kategorie)

Beschreibung

Das Unendliche Tsukuyomi (無限月読, Mugen Tsukuyomi) ist die ultimative Genjutsu-Technik der Naruto-Reihe und gleichzeitig das Kernziel des sogenannten Augen-des-Mondes-Plans, den Madara Uchiha und Obito Uchiha über Jahrzehnte hinweg verfolgen. Die Technik wird der Kekkei Mora zugeordnet, einer Kategorie von Fähigkeiten, die über gewöhnliche Kekkei Genkai hinausgehen und ihren Ursprung bei den Ötsutsuki haben. Um das Unendliche Tsukuyomi zu wirken, muss der Anwender den Rinne-Sharingan besitzen, ein urzeitliches Dojutsu mit neun Tomoe, das ursprünglich Kaguya Ötsutsuki eigen war. Der Anwender öffnet dieses dritte Auge an der Stirn, richtet seinen Blick auf den Mond und projiziert das Licht des Rinne-Sharingan über die gesamte Mondoberfläche. Der Mond selbst wird dadurch zum Spiegel und zur Übertragungsfläche: Seine Oberfläche leuchtet in einem gleißenden Rotlicht auf, das aus dem auf ihn gerichteten Auge stammt und von dort aus auf alle Lebewesen der Erde reflektiert wird.

Sobald das Licht des Unendlichen Tsukuyomi ein Lebewesen trifft, versetzt es dieses augenblicklich in einen tiefen Traumzustand. Die Opfer sind dabei äußerlich nicht tot; ihr Körper bleibt am Leben, aber der Geist ist gefangen in einer maßgeschneiderten Illusion, die sich an den tiefsten Wünschen und Sehnsüchten des jeweiligen Individuums orientiert. Jede gefangene Person erlebt einen vollkommen anderen Traum, der speziell auf ihre persönlichen Verluste und Hoffnungen zugeschnitten ist. Die Träume sind so vollständig und überzeugend, dass die Gefangenen sie nicht als Illusion erkennen. Parallel dazu schlingen sich die Wurzeln des Shinju, des Gotterbaums, um die Körper aller Opfer und halten sie physisch gefangen, während der Baum langsam ihre Lebensenergie und ihr Chakra aufzehrt. Im Laufe der Zeit werden die so eingehüllten Menschen Schritt für Schritt in Weiße Zetsu umgewandelt, leblose Hülle ohne eigenen Willen, die dem Willen des Tsukuyomi-Wirkers oder des Shinju gehorchen.

Der historische Hintergrund der Technik reicht bis in die Anfänge der Shinobi-Welt zurück. Kaguya Ötsutsuki, die als erste Mensch überhaupt Chakra nutzte, indem sie die Früchte des Shinju aß, war die ursprüngliche Anwenderin des Unendlichen Tsukuyomi. Sie setzte es einst ein, um ihre Gegner und schließlich die gesamte Menschheit zu unterwerfen. Ihr Sohn Hagoromo Ötsutsuki, der Salbei der Sechs Pfade, und sein Bruder Hamura mussten gemeinsam gegen ihre eigene Mutter kämpfen und sie schließlich mit der Sage-Art-Sechs-Pfade-Schöpfungsmethode versiegeln, die den Körper Kaguyaz zum Mond formte. Der Mond dient seitdem als Gefängnis für Kaguya und enthält gleichzeitig die Augen, die für das Unendliche Tsukuyomi benötigt werden.

Madara Uchiha entwickelte im Laufe seiner langen Lebensgeschichte den Augen-des-Mondes-Plan als seinen Weg zu einem Weltfrieden ohne Konflikte. Nach dem Tod seines Bruders Izuna und der wachsenden Überzeugung, dass Menschen niemals dauerhaft Frieden finden können, beschloss Madara, die gesamte Menschheit in einen ewigen Traumschlaf zu versetzen, in dem Leid, Krieg und Schmerz nicht existieren. Dafür benötigte er das Rinnegan, alle neun Schweifbestien zur Wiederbelebung des Shinju, das vollständige Zehn-Schwänze-Bijuu und schließlich den Rinne-Sharingan. Obito Uchiha führte diesen Plan in Madaras Namen fort und manipulierte über Jahrzehnte Kriege, Organisationen und Personen, um die Voraussetzungen zu erfüllen. Obito scheiterte jedoch in der entscheidenden Phase, woraufhin Madara selbst durch Edo Tensei zurückgebracht wurde und den Plan selbst zu Ende führte.

Im Vierten Shinobi-Weltkrieg stieg Madara, nachdem er zum Jinchuriki des Zehn-Schwänze geworden war und sich das Rinnegan wieder eingesetzt hatte, in den Himmel und erschuf mit Chibaku Tensei mehrere massive Gravitationskugeln über dem Schlachtfeld. Dann entfernte er die Verkleidung an seiner Stirn und enthüllte dort den Rinne-Sharingan. Er richtete dieses Auge auf den Mond und aktivierte das Unendliche Tsukuyomi. Das Licht überflutete den Planeten in einem roten Blitz. Alle, die nicht durch das Susanoo eines Uchiha mit Rinnegan geschützt waren, wurden sofort in die Illusion gezogen und von den Wurzeln des Shinju umschlossen. Nur Naruto, Sasuke, Sakura und Kakashi blieben dank Sasukes Susanoo frei. Madaras Sieg schien vollständig, doch kurz darauf stach Schwarz-Zetsu ihn von hinten nieder und enthüllte, dass der gesamte Augen-des-Mondes-Plan seit Jahrhunderten in Wahrheit nicht Madaras, sondern Kaguyaz Wille gewesen war, der durch Schwarz-Zetsu gesteuert wurde. Kaguya übernahm Madaras Körper und trat selbst auf den Plan.

Die Auflösung des Unendlichen Tsukuyomi ist keine Technik, die ein einzelner Ninja brechen kann. Hagoromo Ötsutsuki offenbarte, dass das Genjutsu nur durch das kombinierte Siegel der Yin-Yang-Befreiung von Naruto und Sasuke gemeinsam gebrochen werden kann. Nachdem Kaguya erneut versiegelt und die Zehn-Schwänze-Bijuu voneinander getrennt worden waren, kombinierten Naruto und Sasuke ihre Kräfte, Naruto als Reinkarnation Asuras mit der Kraft aller neun Bijuu und Sasuke als Reinkarnation Indras mit dem Rinnegan, um das Siegel aufzuheben. Mit einem gemeinsamen Handzeichen wurde das Unendliche Tsukuyomi aufgelöst und alle gefangenen Menschen erwachten aus ihren Träumen.

Anwender

Wissenswertes

  • Das Unendliche Tsukuyomi ist eine der wenigen Techniken in der Naruto-Reihe, die als Kekkei Mora eingestuft wird, einer Fähigkeitskategorie, die noch über Kekkei Genkai und Kekkei Tota steht und exklusiv mit den Ötsutsuki-Vorfahren verbunden ist.
  • Der Mond selbst wurde von Hagoromo Ötsutsuki mit dem Körper seiner Mutter Kaguya erschaffen und enthält ihre Augen: die Voraussetzung dafür, dass der Mond als Reflektor für das Unendliche Tsukuyomi dienen kann.
  • Schwarz-Zetsu, der vermeintliche Vertraute Madaras, enthüllte nach der Aktivierung, dass er selbst ein Abbild von Kaguyaz Willen ist und den Augen-des-Mondes-Plan seit Hagoromos Zeiten manipuliert hatte, damit Kaguya durch ihn auferstehen konnte.
  • Die einzige bekannte Schutzmaßnahme gegen das Unendliche Tsukuyomi ist das vollständige Susanoo eines Rinnegan-Nutzers aus dem Uchiha-Clan: Sasuke schützte Naruto, Sakura und Kakashi in diesem Susanoo vor dem Licht des Mondes.
  • Jeder Gefangene erlebt im Unendlichen Tsukuyomi eine individuell zugeschnittene Traumwelt, die seinen tiefsten Wünschen entspricht. So träumt Neji Hyuga zum Beispiel davon, dass sein Vater noch am Leben ist.
  • Die Technik kann nicht durch normale Genjutsu-Auflösung (Kai) gebrochen werden. Hagoromo erklärte, dass nur das kombinierte Yin-Yang-Siegel von Naruto und Sasuke als seinen auserwählten Reinkarnationen die nötige Kraft besitzt, das Genjutsu planetar aufzuheben.
  • Im Anime wird die Aktivierung des Unendlichen Tsukuyomi über mehrere Episoden hinweg vorbereitet (Folgen 424 bis 426 in Naruto Shippuden), wobei Folge 426 den finalen Lichtblitz und das Einfangen der Shinobi-Welt zeigt.
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