biju
Gyuki (Achtschwänziger)
Gyuki, auch bekannt als der Achtschwänzige (Hachibi), ist eines der neun Bijū aus Naruto Shippuden und gilt als das zweitstärkste aller Schwanzbestien. Er vereint die Gestalt eines Ochsen mit der eines Tintenfisches und ist seit Jahrzehnten in Kumogakure, dem Dorf der verborgenen Wolken, beheimatet. Nach zahlreichen früheren Jinchūriki, die ihn nie bändigen konnten, fand Gyuki in Killer B seinen ersten wahren Partner. Die enge Freundschaft zwischen Bestie und Träger macht das Duo zu einem der mächtigsten im gesamten Naruto-Universum.
Steckbrief
| Schweife | 8 |
|---|---|
| Auch bekannt als | Hachibi, Achtschwänziger, Yachibi (früherer Name), Ushi-Oni, Ox-Octopus |
| Chakra-Natur / Element | Blitz-Release (Raiton), Erd-Release (Doton); zusammen mit Chomei eines der Bijū ohne vollständig geklärte Elementarliste in den Originalquellen |
| Erstauftritt | Naruto Shippuden, Manga-Kapitel 408 (Killer B) / Manga-Kapitel 413 (Gyuki sichtbar); Anime-Episode 143 (Naruto Shippuden) |
| Erscheinung | Massiver Ochse-Tintenfisch-Hybrid: Stierkopf mit vier langen Hörnern (ähnlich einem Jacob-Schaf), muskulöser Gorilla-Oberkörper mit Dornenfortsätzen an den Ellbogen, menschenartige Hände mit Daumen, kein Hinterleib im klassischen Sinne, stattdessen acht tentakelartige Schweife wie Tintenfischarme; das untere linke Hornpaar wurde dauerhaft von A (dem späteren Vierten Raikage) abgetrennt |
Beschreibung
Gyuki ist das achte der neun Bijū, die Hagoromo Ōtsutsuki, der Weise der Sechs Pfade, durch seine Technik der Erschaffung aller Dinge erschuf. Er teilte das Chakra des Zehngeschwänzten in neun eigenständige Wesen auf und gab jedem von ihnen einen Namen. Hagoromo sprach darüber hinaus mit jedem Bijū und gab ihm Wissen über sein einzigartiges Wesen, damit die Bestien ihre Existenz als eigenständige Entitäten begreifen konnten. Gyuki trägt die Zahl Acht, was bedeutet, dass er acht Schweife besitzt und nach Kurama, dem Neungeschwänzten, als zweitstärkstes Bijū gilt.
Äußerlich ist Gyuki eines der markantesten Bijū: Er besitzt den wuchtigen, gehörnten Kopf eines Stiers mit vier langen Hörnern, die an die eines Jacob-Schafes erinnern. Sein Oberkörper ähnelt einem muskulösen Gorilla mit nach vorn gebeugte Haltung, scharfen Dornfortsätzen an den Ellbogen und menschenartigen Händen mit Daumen. Der Unterleib besteht vollständig aus seinen acht tentakelartigen Schweifen, die den Armen eines Tintenfisches gleichen. Gyuki ist von enormer Körpergröße und besitzt eine rote Irisfarbe. Der untere linke Teil seines Hornpaares fehlt dauerhaft, da er in einer früheren Konfrontation mit dem damaligen Prinzen A, dem späteren Vierten Raikage, abgehauen wurde. Die rechten Hörner wurden durch einen eigenen Schwanzbestienball in einem Kampf gegen den Zehngeschwänzten zerstört.
Gyuki ist kein unkontrollierbares Raubtier, sondern ein äußerst intelligentes Wesen mit einer ernsthaften, direkten Persönlichkeit. Er spricht von sich selbst mit dem rauen Pronomen "ore" und wählt mitunter einen derben Tonfall, ist aber zu taktischem Denken und strategischer Analyse im Kampf fähig. In der Vergangenheit galt er als kaum bändigbar: Alle früheren Jinchūriki in Kumogakure, darunter Blue B sowie dessen Vater und Onkel vor ihm, verloren die Kontrolle über Gyuki. Der Achtschwänzige verursachte dabei wiederholt verheerende Amokläufe im Dorf. Der Dritte Raikage musste Gyuki mehrmals persönlich bekämpfen, einmal kämpfte er so lange gegen ihn, bis beide vor Erschöpfung zusammenbrachen. Zwischen den Jinchūriki-Perioden wurde Gyuki vorübergehend im Kohaku no Jōhei, einem speziellen Versiegelungsgefäß, verwahrt.
Die Wende kam mit Killer B, der als fünfjähriges Kind durch das Eisen-Panzer-Siegel (Tetsu no Yoroi no Fūin) zum Jinchūriki des Achtschwänzigen gemacht wurde. B war der erste Mensch, dem es gelang, eine echte Partnerschaft mit Gyuki aufzubauen. Statt Unterwerfung oder Kontrolle suchte B die Freundschaft des Bijū, und Gyuki erwiderte sie. Die beiden entwickelten eine so tiefe Synchronisation, dass Killer B Gyukis Kraft jederzeit vollständig und ohne Risiko abrufen kann, was ihn zum perfekten Jinchūriki macht. Gyuki gibt B aktiv Ratschläge in Kämpfen, zum Beispiel gegen Kisame Hoshigaki, dessen chakra-absorbierende Technik Gyuki analysierte und B auf Gegenmittel hinwies.
Im Kampf ist Gyuki eine der mächtigsten Kräfte der Ninja-Welt. Seine physische Stärke ist so immens, dass er Kurama kurzzeitig fixieren, dessen Schwanzbestienball zurückhalten und zwei gleichzeitig angreifende Bijū überwältigen konnte. Seine Tentakel-Schweife kann er blitzschnell einsetzen und sogar Amaterasu-Flammen damit abblocken. Gyuki beherrscht die Bijūdama (Schwanzbestienball) auf einem außergewöhnlich hohen Niveau: Er kann überdimensionierte, vielfach aufgeladene Versionen abfeuern, die stark genug sind, ein ganzes Tal zu devastieren, neun Barrieren zu durchdringen ohne zu explodieren und den Schwanzbestienball des Zehngeschwänzten in dessen eigenen Körper zurückzustoßen. Daneben verfügt er über eine einzigartige Tintentechnik, die seiner Tintenfischgestalt entspringt: Er kann Tinte produzieren, um Gegner zu blenden, oder daraus körperliche Tintenkopien seines Jinchūriki erschaffen, die tatsächliche Substanz und Masse besitzen und daher schwer zu durchschauen sind. Weitere Techniken umfassen die Acht-Drehungen-des-Schwanzbestienschwanzes (Hachibi Hachimaki), bei der Gyuki sich rotierend wie ein Kreisel um seine eigene Achse dreht und mit den Tentakeln verheerende Windböen erzeugt.
Besonders bedeutsam ist die Eigenschaft der abgetrennten Tentakel: Werden Gyukis Schweife abgetrennt, bleiben sie als Chakra-Träger aktiv. Killer B nutzte diesen Umstand wiederholt, um bei scheinbarer Gefangennahme durch die Akatsuki zu entkommen, indem er einen Tentakel zurückließ, sodass die Versiegelung einen Tentakel statt ihn selbst traf. Aus einem abgetrennten Tentakel kann zudem Chakra übertragen werden, falls Gyuki aus seinem Träger extrahiert wird. Während des Vierten Shinobi-Weltkriegs übertrug Gyuki über B einem kämpfenden Naruto Uzumaki Chakra, um ihm beizustehen. Diese Tentakel-Klone unterscheiden sich vom normalen Kage-Bunshin durch ihre physische Masse und reale Substanz.
Träger (Jinchūriki)
Charaktere mit Teilfähigkeiten
- Blue B: Als wiedererweckter Toter im 4. Shinobi-Weltkrieg nutzte Blue B Gyukis genetisches Material (ein abgetrenntes Horn, das Orochimaru Jahrzehnte zuvor geerntet hatte), um einen rekonstruierten Gyuki-Chakra-Anteil zu aktivieren. Er konnte Jinchuriki-Formen einschliesslich Version 2 und den Bijuudama einsetzen, ohne dass Gyuki selbst in ihm versiegelt war. Narutopedia klassifiziert ihn dadurch als Pseudo-Jinchuriki.
- Naruto Uzumaki: Obito Uchiha versiegelte während des Krieges Chakra-Anteile von Gyuki und Shukaku in den sterbenden Naruto, um ihn zu retten. Kurz darauf übertrugen alle neun Bijuu freiwillig je einen Chakra-Bruchteil an Naruto. Dieser Gyuki-Chakra verblieb als Fragment in Naruto und diente als gemeinsamer Ankerpunkt der Bijuu in seinem Bewusstsein. Naruto war niemals vollwertiger Gyuki-Jinchuriki.
- Obito Uchiha: Obito wurde Jinchuriki des unvollständigen Ten-Tails, in den zuvor nur Fragmente von Gyukis Chakra eingeflossen waren, da Gyuki rechtzeitig einen Tentakel abgetrennt hatte, um Killer B zu retten. Dadurch enthielt Obitos Ten-Tails-Form Gyuki-Chakra, allerdings nicht die vollständige Bestie. Obito war nie direkter Gyuki-Jinchuriki.
- Madara Uchiha: Madara kettete Gyuki mit dem Rinnegan und der Demonischen Statue des Äusseren Pfades, extrahierte es aus Killer B und versiegelte es zwangsweise in der Statue. Er nutzte dabei Gyukis Chakra als Teil des Zehn-Schwänze-Wiederbelebungsrituals. Madara war kein Gyuki-Jinchuriki; er kontrollierte und kanalisierte das Bijuu ausschliesslich über sein Rinnegan.
Wissenswertes
- Der Name Gyuki (牛鬼) bedeutet wörtlich Ochse-Dämon und ist eine alternative Aussprache für das japanische Yokai Ushi-Oni, ein brutales Fabelwesen mit dem gehörnten Kopf eines Stiers und dem Körper eines Oktopus, einer Krabbe oder Spinne. Masashi Kishimoto griff damit bewusst auf japanische Volksüberlieferung zurück, um dem Achtschwänzigen eine kulturelle Tiefe zu verleihen.
- Gyukis vier Hörner ähneln laut Narutopedia denen eines Jacob-Schafes, einer alten englischen Rasse, die bis zu vier Hörner tragen kann. Das untere linke Hornpaar fehlt dauerhaft, da es in einem Kampf mit A, dem heutigen Vierten Raikage, abgehackt wurde; ein seltenes permanentes körperliches Merkmal bei einem Bijū.
- Gyuki gilt zusammen mit Chomei (Siebenschwänziger) als eines der zwei Bijū ohne vollständig dokumentierte Chakra-Elementaraffinitäten in den Originalquellen. In kampfbezogenen Szenen werden jedoch Blitz-Release und Erd-Release nahegelegt.
- Killer B ist der erste und einzige Jinchūriki in der Geschichte von Kumogakure, der Gyuki jemals vollständig bändigen konnte. Alle vorherigen Träger, darunter drei Mitglieder derselben Blutlinie (Blue B und dessen Vater und Onkel), verloren die Kontrolle und lösten Amokläufe aus, die Teile des Dorfes zerstörten.
- Der abgetrennte Tentakel-Trick ist Gyukis bekannteste taktische Besonderheit: Weil abgetrennte Schweife weiterhin als Chakra-Medium funktionieren, ließ Killer B bei seiner scheinbaren Gefangennahme durch die Akatsuki einen Tentakel zurück. Die Akatsuki versiegelten versehentlich nur diesen Tentakel in der Dämonischen Äußeren Pfad-Statue, während B entkam. Dies war in der gesamten Bijū-Geschichte ein einzigartiger Täuschungsmanöver.
- Gyuki ist eines der wenigen Bijū, das seinem Jinchūriki aktiv taktische Beratung im Kampf gibt, anstatt nur Chakra zu liefern. Er analysierte Kisame Hoshigakis Samehada-Schwert und Chakra-Absorptionsfähigkeiten in Echtzeit und gab Killer B konkrete Hinweise auf Gegenmaßnahmen.
- Während des Vierten Shinobi-Weltkriegs übertrug Gyuki über einen abgetrennten Tentakel Chakra direkt an Naruto Uzumaki, um ihm in einer kritischen Kampfphase beizustehen. Dieser Einsatz der Tentakel als Fernchakra-Leitung ist eine einzigartige Fähigkeit, die kein anderes Bijū in dieser Form demonstriert hat.
- Gyukis überdimensionierter Schwanzbestienball ist eine seiner mächtigsten Techniken: Er kann eine vielfach aufgeladene Version abfeuern, die stark genug war, den Schwanzbestienball des Zehngeschwänzten direkt in dessen eigenen Körper zurückzustoßen, was selbst für ein Bijū der Spitzenklasse eine außergewöhnliche Leistung darstellt.

