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Genjutsu: Sharingan
Genjutsu: Sharingan bezeichnet eine Gruppe von Ilusionstechniken, die über Augenkontakt mit dem Sharingan ausgeführt werden und dem Anwender Kontrolle über Geist, Wahrnehmung und Handlungen des Ziels ermöglichen.
Steckbrief
| Klassifikation | Genjutsu, Kekkei Genkai, Dojutsu |
|---|---|
| Rang | Unbekannt |
| Naturtyp | Yin-Release |
| Reichweite | Nahkampf |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 15 / Anime-Folge 9 (Naruto, Teil I) |
| Verwandte Techniken | Tsukuyomi, Kotoamatsukami, Izanagi, Izanami, Sharingan, Mangekyou Sharingan, Rinnegan |
Beschreibung
Genjutsu: Sharingan (幻術・写輪眼) ist kein einzelnes, fest definiertes Jutsu, sondern ein Sammelbegriff für alle Ilusionstechniken, die über das Sharingan des Uchiha-Clans ausgeführt werden. Grundvoraussetzung ist direkter Augenkontakt zwischen dem Anwender und dem Ziel. Sobald dieser Blickkontakt hergestellt ist, fließt das Chakra des Anwenders in das Nervensystem des Gegners und manipuliert dessen Sinneswahrnehmung. Das Ziel erlebt Illusionen, die sich von kaum wahrnehmbaren Verzerrungen bis hin zu vollständig konstruierten Realitäten erstrecken können. Die Erscheinungsform der erzeugten Illusion ist nicht einheitlich und unterscheidet sich je nach Anwender und Situation erheblich, was die Technik äußerst schwer vorherzusagen und zu kontern macht.
Auf der grundlegendsten Ebene ermöglicht das Sharingan-Genjutsu dem Anwender, das Ziel dazu zu bringen, Informationen preiszugeben, die es freiwillig niemals enthüllen würde, oder bestimmte Bewegungen und Handlungen auszuführen, die dem Willen des Betroffenen widersprechen. In fortgeschrittenen Anwendungen kann der Sharingan-Träger die vollständige Kontrolle über das Ziel übernehmen und es wie eine Marionette steuern. Obito Uchiha zeigte eine besonders weitreichende Variante dieser Fähigkeit: Durch Augenkontakt mit einem Jinchuuriki konnte er die im Träger versiegelte Schweifbestie direkt beeinflussen und kontrollieren, während der Jinchuuriki selbst nicht direkt betroffen war. Diese Fähigkeit zur Kontrolle von Schweifbestien über ihr Gefäß ist historisch eng mit dem Uchiha-Clan verbunden und war der Grund, weshalb Konoha nach dem Angriff des Kyuubi sofort Uchiha-Beteiligung vermutete.
Das Sharingan-Genjutsu skaliert mit dem Entwicklungsstand des Auges des Anwenders. Ein voll ausgebildetes Sharingan mit drei Tomoe ermöglicht bereits wirkungsvolle Illusionen und Hypnose durch einfachen Augenkontakt. Mit dem Mangekyou Sharingan steigen sowohl Präzision als auch Wirkungsstärke erheblich. Shisui Uchiha wies darauf hin, dass das Mangekyou Sharingan den für gewöhnliches Sharingan-Genjutsu notwendigen direkten Blickwechsel zum Teil überbrückt, da bereits ein flüchtiger Blick genügt, um Chakra in das Nervensystem des Gegners einzuspeisen, und die übertragene Chakramenge ein Vielfaches dessen beträgt, was ein normales Sharingan erzeugen kann. Einige der mächtigsten benannten Genjutsu in der gesamten Naruto-Reihe sind spezielle Ausformungen dieses Oberbegriffs: Tsukuyomi, das ausschließlich von Itachi Uchiha beherrschte Mangekyou-Genjutsu, das die subjektive Zeitwahrnehmung des Ziels für Tage dehnen kann, und Kotoamatsukami, Shisuis einzigartiges Mangekyou-Genjutsu, das dem Ziel falsche Erinnerungen und Überzeugungen einpflanzt, ohne dass es bemerkt, unter einer Illusion zu stehen. Beide sind dem übergeordneten Konzept des Genjutsu: Sharingan zugeordnet.
Bekannte Anwender im Manga sind unter anderem Sasuke Uchiha, Itachi Uchiha, Obito Uchiha und Madara Uchiha. Kakashi Hatake, dem sein Sharingan von Obito implantiert wurde, setzt das Sharingan-Genjutsu ebenfalls ein, obwohl er als Nicht-Uchiha das Auge nicht selbst verschließen kann und es daher stets Chakra verbraucht. Im Anime kommen zusätzlich Fugaku Uchiha, Izuna Uchiha, Shisui Uchiha, Indra Otsutsuki und Danzo Shimura als Anwender hinzu, wobei Danzo das transplantierte Sharingan aus dem Arm nutzte. Auch Sarada Uchiha beherrscht im Verlauf von Teil II grundlegende Sharingan-Fähigkeiten, die in diese Kategorie fallen. Das Rinnegan, das als Weiterentwicklung des Mangekyou Sharingan gilt, kann ebenfalls Genjutsu in diesem Sinne ausüben, was die Technikfamilie bis zur höchsten dojutsustufe der Sage of Six Paths erstreckt.
Anwender
Wissenswertes
- Genjutsu: Sharingan ist kein einzelnes Jutsu mit fester Wirkung, sondern ein Oberbegriff für die gesamte Familie an Ilusionstechniken, die über das Sharingan ausgeführt werden. Die konkreten Illusionen sehen je nach Anwender und Ziel vollständig unterschiedlich aus.
- Kakashi Hatake ist der einzige bekannte Nicht-Uchiha, der das Sharingan dauerhaft trägt und dessen Genjutsu-Fähigkeiten aktiv im Kampf einsetzt. Da sein Körper das fremde Auge nicht von Natur aus kontrollieren kann, verbraucht das stets geöffnete Sharingan kontinuierlich Chakra, weshalb er es unter seinem Stirnband verbirgt.
- Madara Uchiha setzte die Schweifbestien-Kontrolle via Sharingan-Genjutsu im historisch frühesten bekannten Zeitpunkt ein. Der Uchiha-Clan war zu Konohas Gründungszeit so eng mit der Kontrolle der Neunteiligen Fuchsbestie verknüpft, dass die Dorfführung nach dem Kyuubi-Angriff sofort einen Uchiha als Drahtzieher vermutete.
- Shisui Uchihas Kotoamatsukami gilt als die subtilste Form des Sharingan-Genjutsu, da das Ziel keinerlei Anzeichen einer Illusion wahrnimmt und die eingepflanzten Überzeugungen als eigene empfindet. Diese Eigenschaft machte Shisui zur Zielperson von Danzo, der ihm ein Auge entwendete, um die Technik für die Wurzel-Organisation zu nutzen.
- Jinchuuriki, die vollständige Harmonie mit ihrer Schweifbestie erreicht haben, sind gegen Genjutsu weitgehend immun. Die Bestie kann die Chakra-Zirkulation des Trägers von innen stören und so eine aufgezwungene Illusion durchbrechen, bevor sie Wirkung entfaltet.
- Der Erstauftritt des Sharingan-Genjutsu im Manga (Kapitel 15) und Anime (Folge 9) fällt in die Begegnung zwischen Kakashi und Zabuza auf der Brücke im Land der Wellen, was eine der frühesten Einführungen des Sharingan insgesamt darstellt.
- Obwohl Genjutsu: Sharingan keinen festgelegten Rang trägt, werden einzelne Ausformungen wie Tsukuyomi als S-Rang-Techniken eingestuft, was zeigt, wie weit der Stärkebereich innerhalb dieser Technikfamilie reicht.

