technik
Gelel-Bestienform
Eine durch den Gelel-Stein ausgelöste monströse Verwandlung, die den Träger in eine übernatürliche Kreatur verwandelt und Stärke, Geschwindigkeit und individuelle Sonderfähigkeiten massiv steigert.
Steckbrief
| Klassifikation | Gelel-Technik (kein Chakra-Ninjutsu) |
|---|---|
| Rang | Unbekannt |
| Naturtyp | Keiner (Gelel-Lebensenergie statt Chakranatur) |
| Reichweite | Nahkampf / Mittel |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Naruto Film 2: Naruto the Movie: Legend of the Stone of Gelel (2005) |
| Verwandte Techniken | Gelel-Laser, Plasma-Ball, Donnersäbel, Gelel-Blast, Gelel-Rasengan, Fugas Heulen, Nebelwand |
Beschreibung
Die Gelel-Bestienform ist eine extreme Transformationstechnik, die ausschließlich im zweiten Naruto-Kinofilm, Naruto the Movie: Legend of the Stone of Gelel (2005), gezeigt wird. Sie steht nicht im Zusammenhang mit Chakra oder traditioneller Ninjutsu-Praxis, sondern beruht ausschließlich auf der Lebensenergie des Gelel-Steins, eines uralten, höchst mächtigen Minerals, das einst vom Clan Temujins entdeckt und später von dessen Vorfahren aus Angst vor Missbrauch versiegelt wurde. Wer einen Gelel-Stein operativ in seinen Körper implantiert bekommt, gewinnt neben beschleunigter Heilung und gehemmter Alterung auch die Fähigkeit, Gelel-Energie für Kampftechniken zu nutzen. Die Bestienform stellt dabei die intensivste und unkontrollierteste Nutzungsstufe dieser Energie dar.
Beim Auslösen der Bestienform schöpft der Träger weit mehr Gelel-Energie aus dem eingebetteten Stein, als es für einzelne Techniken nötig wäre. Der Körper reagiert mit einer radikalen physischen Umwandlung: Gestalt, Proportionen und äußere Merkmale verändern sich grundlegend, und der Träger nimmt eine monstrosere Form an. Diese Transformation ist von Träger zu Träger einzigartig und spiegelt offenbar individuelle Wesenszüge oder die spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen Person wider. Selbst Personen ohne jegliche Kampfausbildung können in diesem Zustand erfahrene Shinobi in ernsthafte Bedrängnis bringen, so groß ist die rohe Kraftsteigerung.
Haido, der Antagonist des Films und Anführer der Armee, die den Gelel-Stein für sich beansprucht, besitzt die mächtigste bekannte Ausprägung der Bestienform. In seiner verwandelten Gestalt nimmt er die Form eines über zwei Meter großen humanoiden Wesens mit hellgrauer Haut, weißem, verfilztem Haar und roten Skleren an. Vier dunkle Kugeln schweben über seinem Rücken und geben flexible schwarze Streifen ab, die er als Tentakeln einsetzen kann, um zu fliegen oder zu schweben. Seine körperliche Stärke erreicht ein Ausmaß, das es ihm erlaubt, Temujin mitsamt seiner Rüstung zu durchbohren, Naruto mit einem einzigen Schlag durch eine Wand zu schleudern und sogar den Gelel-Stein in seiner Faust zu zerquetschen. Seine Geschwindigkeit übertrifft jene vieler Shinobi und kommt dem Körper-Flimmer-Jutsu nahe. Seine Heilungskraft, die bereits im Normalzustand enorm ist, steigert sich nochmals und ermöglicht die sofortige Regeneration gebrochener Glieder und sogar eines verdrehten Genicks. Zudem kann er in dieser Form einen mächtigen blaugrünen Laserstrahl aus dem Handrücken abfeuern, in dem der Stein sitzt, mit einer Intensität, die für die meisten Ziele tödlich wäre.
Fugai, eine der drei Ritter Haidos, verwandelt sich in eine wolfsartige Kreatur. Ihre Bestienform verleiht ihr die Physiognomie eines Werwolfs und ermöglicht es ihr, mit ihrem Heulen zerstörerische Schallwellen zu erzeugen, die auf große Entfernung wirken. Kamira, die zweite Rittern, nimmt eine vampirartige Fledermausgestalt an: Ihr Körper wird größtenteils schwarz, mit weißen Akzenten an Brust und Hüften, schwarzem Schwanz und grünen Schwingen. In dieser Form kann sie Illusionen erzeugen und Nebelschleier einsetzen, um Gegner zu blenden und zu verwirren. Ranke, die dritte Rittern, verwandelt sich in ein grotesk entstelltes, affenartiges Wesen. Ihre bereits im Normalzustand vorhandene Fähigkeit, Gelel-Energie in Elektrizität umzuwandeln, steigt in der Bestienform erheblich an: Kraft und Reichweite ihrer Plasma-Angriffe nehmen massiv zu, und ihre körperliche Stärke wird auf ein Niveau gehoben, das weit über das menschliche Maximum hinausgeht.
Da es sich um eine filmexklusive Technik handelt, gibt es keinen Manga-Auftritt. Die Gelel-Bestienform gehört zum Techniken-Kanon der Gelel-Gruppe, die in der Narutopedia als eigenständige Kategorie geführt wird und sich klar von chakra-basierten Jutsu abgrenzt. Der Film erschien am 6. August 2005 in japanischen Kinos und ist der zweite Naruto-Kinofilm, gerichtet von Hirotsugu Kawasaki.
Anwender
Wissenswertes
- Die drei Verwandlungsformen von Fugai (Werwolf), Kamira (Vampir/Fledermaus) und Ranke (Affenmonster) gelten unter Fans und auf der Narutopedia als bewusste Anspielungen auf klassische Horrorfilm-Monster-Archetypen.
- Die Gelel-Bestienform verwendet keine Chakra-Natur und keine Handzeichen, da Gelel-Energie ein von Chakra vollständig getrenntes Energiesystem darstellt, das nur für Träger mit implantiertem Gelel-Stein zugänglich ist.
- Haidos Bestienform ist die einzige der vier bekannten Formen, die explizit Flugfähigkeit durch die tentakelartigen schwarzen Streifen und die schwebenden Kugeln auf seinem Rücken besitzt.
- Der Gelel-Stein sitzt bei Haido im Handrücken, was erklärt, warum sein Laser aus genau dieser Stelle abgefeuert wird; die Position des Steins im Körper beeinflusst also den Fokuspunkt der ausgestoßenen Energie.
- Die Heilungskraft der Bestienform wird im Film explizit mit der Regenerationsfähigkeit der Jinchuriki des Neungeschwänzten verglichen, was die Gelel-Energie in ihrer Wirkungsstärke auf ein in der Naruto-Welt außerordentliches Niveau stellt.
- Die Gelel-Bestienform taucht ausschließlich im zweiten Naruto-Kinofilm auf und hat keinen Manga-Äquivalent; sie ist damit Teil des nicht-kanonischen Film-Erweiterungsuniversums von Naruto Teil I.

