technik
Chidori
Eine auf Blitznatur konzentrierte Chakraentladung in der Handfläche, die mit extremer Geschwindigkeit in den Gegner getrieben wird und durch die geballte Ladung durchdringende Kraft erzeugt.
Steckbrief
| Entwickelt von | Kakashi Hatake |
|---|---|
| Klassifikation | Ninjutsu |
| Rang | A-Rang |
| Naturtyp | Blitz |
| Reichweite | Nahkampf |
| Handzeichen | Ox, Hare, Monkey |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 113 / Anime-Folge 67 (Naruto, Teil I) |
| Verwandte Techniken | Raikiri (Blitzklinge), Chidori Nagashi, Chidori Senbon, Chidori Eisenspeer, Kirin |
Beschreibung
Das Chidori (千鳥, wörtlich: Tausend Vögel) ist eine der bekanntesten Offensivtechniken der Naruto-Reihe. Es wurde von Kakashi Hatake erschaffen, als er versuchte, das Rasengan des Vierten Hokage Minato Namikaze mit seiner eigenen Chakranatur Blitz zu kombinieren. Dieser Ansatz entspricht der Idee, eine Technik durch Naturumwandlung zu vervollständigen, was Minato selbst beim Rasengan nie gelang. Das Ergebnis ist eine komprimierte Masse aus Blitzchakra, die in der Handfläche des Anwenders geformt wird und ein charakteristisches Zwitschern erzeugt, welches an das Schlagen tausender Vogelflügel erinnert. Genau dieses Geräusch gab der Technik ihren Namen.
Die Ausführung des Chidori erfordert drei Handzeichen (Ox, Hase, Affe), nach denen der Anwender das Blitzchakra in einer Hand konzentriert und verdichtet. Die entstehende Ladung ist deutlich sichtbar: Sie leuchtet weiß-bläulich auf und gibt das für die Technik typische Geräusch ab. Im nächsten Schritt stürmt der Anwender mit maximaler Körpergeschwindigkeit auf das Ziel zu und rammt die Hand mit dem konzentrierten Chakra in den Gegner. Die Kombination aus Geschwindigkeit und der durchdringenden Kraft des verdichteten Blitzchakras macht das Chidori zu einer Technik, die in der Lage ist, selbst gehärtete Verteidigungen zu durchstoßen. Das Blitzchakra taubt dabei kurzzeitig das Nervensystem des Getroffenen, was die Verletzung noch schwerwiegender macht.
Trotz seiner Wirksamkeit besitzt das Chidori eine fundamentale Schwäche: Der Anwender muss für den Angriff eine gerade Linie mit maximaler Beschleunigung auf das Ziel zulaufen. Dadurch schränkt er seinen eigenen Blickwinkel und die Reaktionsfähigkeit erheblich ein und macht sich angreifbar für Gegenangriffe. Kakashi erkannte diesen Mangel selbst und begrenzter daher den Einsatz des Chidori pro Tag auf eine sehr geringe Anzahl, da es zudem immense Chakramengen verbraucht. Aus diesem Grund kann er es in der Regel nur ein- bis zweimal pro Kampf sicher einsetzen, in Ausnahmezuständen mit erhöhtem Chakraaufkommen etwas öfter.
Minato Namikaze verbot Kakashi seinerzeit den weiteren Einsatz des Chidori, weil er erkannte, dass die Technik in ihrer damaligen Form den Anwender blindlings in den Angriff trieb, ohne dass dieser Gegenbewegungen des Feindes wahrnehmen konnte. Als Lösung dieses Problems gilt das Sharingan: Wer über das Kopieren-Auge verfügt, kann trotz der extremen Geschwindigkeit des Angriffs die Bewegungen des Gegners mit der erhöhten Wahrnehmung des Sharingan verfolgen und rechtzeitig reagieren. Da Kakashi das Sharingan besitzt, ist er für diese Technik geeignet. Sasuke Uchiha, der das Chidori später von Kakashi erlernte, profitiert ebenfalls von seinem angeborenen Sharingan.
Sasuke Uchiha wurde das Chidori während der Vorbereitungen auf die Chunin-Prüfungen von Kakashi gelehrt. Er setzte es erstmals im Viertel-Finale der Chunin-Prüfungen gegen Rock Lee ein und nutzte es danach als seine Kerntechnik für nahezu alle bedeutenden Kämpfe. Sasukes Variante unterscheidet sich im Laufe der Serie durch die Integration seines Sharingan, die zunehmend kraftvollere Ladung und die Entwicklung zahlreicher Ableitungen. Er fügte dem Chidori Elemente seines Mangekyo-Sharingan hinzu und entwickelte die Technik zu Kirin weiter, einem A-S-Rang-Angriff, der echten atmosphärischen Blitz als Träger nutzt. Das ursprüngliche Chidori bildet damit den Kern eines gesamten Techniken-Astes, der im Verlauf von Teil I und Teil II fortwährend erweitert wird.
Kakashis eigene Weiterentwicklung des Chidori ist die Raikiri (雷切, Blitzklinge). Sie unterscheidet sich vom Standard-Chidori durch eine noch höher konzentrierte Chakraladung, die in der Lage ist, selbst einen Blitz zu durchtrennen, was dem Angriff seinen Namen gab. Die Raikiri gilt allgemein als wirkungsstärker als das gewöhnliche Chidori und wird ausschließlich Kakashi zugeordnet, da sie das Beherrschungsniveau des Sharingan als Voraussetzung hat.
Anwender
Wissenswertes
- Der Name Chidori (千鳥) bedeutet wörtlich Tausend Vögel und leitet sich vom charakteristischen Zwitschergeräusch ab, das die geballte Blitzchakraladung in der Handfläche erzeugt.
- Minato Namikaze verbot Kakashi ursprünglich den Einsatz des Chidori, weil er erkannte, dass der geradlinige Hochgeschwindigkeitsangriff den Anwender ohne Sharingan schutzlos macht. Erst das Kopierende Auge löst dieses Problem.
- Kakashis Weiterentwicklung Raikiri hat laut der Naruto-Databooks ihren Namen davon, dass Kakashi mit ihr einst einen echten Blitzschlag durchtrennte, ein Ereignis, das im Manga selbst nur erwähnt, aber nicht gezeigt wird.
- Sasuke Uchiha ist der einzige Schüler, dem Kakashi das Chidori jemals offiziell lehrte. Er entwickelte daraus eine ganze Familie verwandter Techniken, darunter Chidori Nagashi (Strömung durch den gesamten Körper), Chidori Senbon (nadelförmige Projektile) und den Chidori Eisenspeer.
- Beim Aufeinandertreffen von Rasengan und Chidori in Teil I erzeugen beide Techniken eine gewaltige Explosion, da zwei gegenläufige Chakraprinzipien kollidieren: reine Rotationsverdichtung gegen gerichtete Blitzentladung.
- Laut den offiziellen Databooks verbraucht das Chidori so viel Chakra, dass Kakashi es in der Regel nur ein- bis zweimal pro Tag einsetzen kann, ohne seinen Körper zu überlasten.
- Sasukes Kirin gilt als die machtvollste bekannte Weiterentwicklung aus der Chidori-Familie: Sie leitet einen echten Blitz aus der Atmosphäre auf das Ziel, ist in ihrer Auslösung nahezu unlenkbar, benötigt aber eine bestimmte Wettervoraussetzung oder eine Vortechnik, die genug Hitze in der Luft erzeugt.

