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Bijuudama

Die Bijuudama ist die mächtigste Kerntechnik aller Schweifbestien und ihrer Jinchuuriki: eine aus positivem schwarzen und negativem weißen Chakra im Verhältnis 8:2 verdichtete Kugel, die beim Aufprall oder als Strahl katastrophale Zerstörungskraft entfaltet.

Steckbrief

KlassifikationNinjutsu
RangUnbekannt (gilt als ultimative Technik der Schweifbestien)
NaturtypKeiner (Verdichtung von positivem und negativem Chakra ohne Elementumwandlung)
ReichweiteMittel bis Fern
HandzeichenKeine
ErstauftrittManga-Kapitel 519 / Anime-Folge 167 (Naruto: Shippuuden, Teil II)
Verwandte TechnikenBijuudama-Rasenshuriken, Kontinuierliche Bijuudama, Kooperations-Bijuudama, Super-Mini-Bijuudama, Bijuu-Rasengan

Beschreibung

Die Bijuudama (尾獣玉, wörtlich: Schweifbestien-Kugel) ist die ultimative angeborene Technik aller neun Schweifbestien und gilt als eine der zerstörerischsten Kräfte der Ninja-Welt. Sie entsteht, indem die Anwenderin oder der Anwender positives schwarzes Chakra und negatives weißes Chakra im exakten Verhältnis von acht zu zwei mischt, die Masse in der Mundöffnung zu einer dichten Kugel formt und diese dann auf das Ziel abfeuert. Gyuuki, die Acht-Schweife, beschrieb den Vorgang als dem Erbrechen ähnlich, da das verdichtete Chakra aus dem Maul herausgeschleudert wird. Die fertige Kugel besitzt bereits in ruhigem Zustand eine so extreme Dichte, dass sie beim bloßen Aufliegen auf dem Boden tiefe Krater hinterlässt.

Die Farbgebung der Bijuudama unterscheidet sich je nach Darstellungsform. Im Manga erscheint die fertige Kugel schwarz, da schwarzes und weißes Chakra zu einer einheitlichen Masse komprimiert werden. Im Anime hingegen werden die beiden Chakratypen mit blauen und roten Farbtönen visualisiert, was beim Zusammenfließen eine charakteristisch violette Kugel ergibt. Beide Darstellungen beziehen sich auf dieselbe Technik und dieselbe Energiequelle.

Die Bijuudama kann auf drei grundlegend verschiedene Weisen eingesetzt werden. Bei der häufigsten Variante wird die Kugel als Wurfgeschoss abgefeuert, das beim Aufprall in einem gewaltigen Flächenschaden detoniert. Alternativ kann die Kugel vor dem Abfeuern im Mund gehalten und als gebündelter Strahl entladen werden, was die Wirkfläche zwar verringert, die Durchschlagskraft auf einem engeren Bereich jedoch erheblich erhöht. Gyuuki besitzt zudem eine besondere Variante, bei der das Chakra aus dem Körper heraus wellenartig ausgebreitet wird, ohne die klassische Kugelform zu bilden.

Grundsätzlich ist die Bijuudama die exklusive Technik vollständig transformierter Schweifbestien oder Jinchuuriki in ihrem vollständigen Bijuu-Zustand. Verliert ein Jinchuuriki jedoch die Kontrolle über seine Schweifbestie, kann die Technik auch ohne vollständige Transformation erscheinen, wie Naruto Uzumaki in seinem Vier-Schweife-Zustand und Sechs-Schweife-Zustand zeigte. In seinem Neun-Schweife-Chakra-Modus gelang es Naruto, verkleinerte Bijuudama direkt in den Handflächen zu formen, ähnlich der Handhabung des Rasengan, was eine einzigartige Kontrolle über das Bijuu-Chakra belegte.

Das theoretische Chakravolumen einer Bijuudama ist nach oben hin nicht begrenzt, solange das 8:2-Verhältnis aufrechterhalten bleibt. Kurama demonstrierte dies, indem es eine Bijuudama formte, die ein Vielfaches seiner eigenen Körpergröße übertraf, obwohl nur ein Bruchteil seiner verfügbaren Chakramenge eingesetzt wurde. Normale Ausführungen der Technik sind in der Lage, ganze Bergmassive zu vernichten. Kurama zeigte zudem, dass mehrere Bijuudama gleichzeitig formbar sind, was die Flexibilität der Technik trotz ihrer enormen Kosten unterstreicht.

Neben den Bijuu selbst nutzten auch andere Anwender die Bijuudama unter besonderen Umständen. Als Jinchuuriki des Zehn-Schweife war Obito Uchiha in der Lage, über einen von ihm erschaffenen Baum zahlreiche Bijuudama gleichzeitig in alle Richtungen abzufeuern. Killer B beherrscht die Technik als perfekter Jinchuuriki des Gyuuki souverän und setzt sie regelmäßig im Kampf ein. Minato Namikaze ließ sich beim Entwurf des Rasengan direkt von der Bijuudama inspirieren, was die Bedeutung dieser Technik für die gesamte Ninjutsu-Entwicklung der Welt verdeutlicht.

Anwender

Wissenswertes

  • Das 8:2-Verhältnis aus positivem schwarzem und negativem weißem Chakra ist absolut zwingend. Wird das Gleichgewicht nicht eingehalten, schlägt die Technik fehl und richtet unter Umständen Schaden am Anwender selbst an.
  • Minato Namikaze entwickelte das Rasengan ausdrücklich nach dem Vorbild der Bijuudama. Er wollte eine Technik schaffen, die das Prinzip der verdichteten Chakrakraft für gewöhnliche menschliche Ninja ohne Bijuu nutzbar macht, was ihm in drei Jahren Arbeit gelang.
  • Im Manga erscheint die Bijuudama einheitlich schwarz, weil die gegensätzlichen Chakrafarben zu einer Masse zusammenfließen. Im Anime wurden Blau und Rot als Visualisierungshilfe eingeführt, was eine erkennbar violette Kugel ergibt.
  • Kapitel 519 des Manga trägt selbst den Titel Bijuudama (尾獣玉) und markiert damit sowohl den Erstauftritt der benannten Technik als auch ihre kanonische Einführung als eigenes Jutsu-Konzept.
  • Narutos Fähigkeit, Bijuudama in der Handfläche statt im Maul zu formen, ist einzigartig unter allen bekannten Jinchuuriki und spiegelt seine außergewöhnliche Bijuu-Chakrakontrolle im Neun-Schweife-Chakra-Modus wider.
  • Die Bijuudama gilt als stärkstes dem Menschen zugängliches Ninjutsu und übersteigt in ihrer Wirkung nahezu alle bekannten Ninja-Techniken. Sie ist nicht als Kinjutsu eingestuft, weil sie kein verbotenes Wissen voraussetzt, sondern schlicht an den Besitz eines Bijuu gebunden ist.
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