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Bijuu-Modus
Der Bijuu-Modus ist die vollständige Transformation eines Jinchuuriki in seinen versiegelten Schweifbiest-Partner, die dem Träger Zugang zur ungebändigten Körperkraft und den Fähigkeiten des Bijuu gewährt. Er gilt als ultimative Waffe der Jinchuuriki und setzt eine tiefe Synchronisation zwischen Träger und Schweifbestie voraus.
Steckbrief
| Klassifikation | Ninjutsu (offensiv, defensiv, ergänzend) |
|---|---|
| Rang | Unbekannt |
| Naturtyp | Abhängig von der jeweiligen Schweifbestie |
| Reichweite | Nahkampf / Mittel / Fern |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 571 / Anime-Folge 329 (Naruto Shippuuden, Teil II) |
| Verwandte Techniken | Bijuudama, Kyuubi-Chakramodus, Neunschweifiger-Chakramodus, Sennin-Bijuu-Modus, Jinchuuriki-Formen, Partielle Bijuu-Transformation |
Beschreibung
Der Bijuu-Modus (尾獣モード, Bijuu Moodo) bezeichnet die Fähigkeit eines Jinchuuriki, sich vollständig in das in ihm versiegelte Schweifbiest zu verwandeln. In dieser Form nimmt der Träger die Gestalt des Bijuu an und erhält Zugang zu dessen gesamter Körperkraft, Chakramenge und artspezifischen Techniken. Der Bijuu-Modus gilt als mächtigste Transformation, die einem Jinchuuriki zur Verfügung steht, und ist der Grund, weshalb versierte Jinchuuriki als lebende Waffen von strategischem Gewicht gefürchtet werden.
Grundsätzlich gibt es zwei Wege in den Bijuu-Modus. Im ersten und häufigeren Fall verliert der Träger die Kontrolle über sich, weil das Bijuu die Unterdrückung durch das Versiegelungszeichen durchbricht oder der Träger zu viel Chakra des Bijuu bezieht und dabei emotional destabilisiert wird. In diesem Zustand ist der Träger kaum mehr von einem frei tobenden Bijuu zu unterscheiden, handelt instinktgesteuert und richtet wahllos Zerstörung an. Fast alle Jinchuuriki der Geschichte haben den Modus auf diese unkontrollierte Weise erlebt. Im zweiten und deutlich selteneren Fall tritt der Bijuu-Modus durch bewusste, vollständige Kooperation zwischen Träger und Bijuu ein. Hierfür muss der Jinchuuriki das Bijuu nicht als Gefangenen betrachten, sondern als Partner akzeptieren, und das Bijuu muss bereit sein, sein Chakra freiwillig zu teilen. Dieser kooperative Bijuu-Modus steht nur wenigen Jinchuuriki offen.
Naruto Uzumaki erreichte den vollständigen, kooperativen Bijuu-Modus im Verlauf des Vierten Großen Ninja-Krieges in Manga-Kapitel 571 sowie in Anime-Folge 329 von Naruto Shippuuden. Entscheidend war die Entwicklung seiner Beziehung zu Kurama, dem Neunschwänzigen Fuchs. Nachdem Naruto im Kurama-Chakramodus bereits die Hälfte von Kuramas Yang-Chakra nutzte, erkannte Kurama schließlich Narutos aufrichtigen Willen und öffnete ihm freiwillig die Tore zu seinem vollen Chakra. In dieser vollständigen Kooperationsform erscheint um Naruto eine überdimensionale, leuchtend goldene Chakra-Manifestation Kuramas, in deren Kopfbereich Naruto selbst positioniert ist. Die Tätowierungsähnlichen Muster seines Bijuu-Chakramodus übertragen sich sichtbar auf den Chakra-Körper Kuramas. Verbündete wie Might Guy und Kakashi Hatake konnten vorübergehend in der schützenden Chakrahülle dieser Form bewahrt werden. Bei seiner ersten vollständigen Aktivierung gab Kurama an, dass Naruto die Form zunächst nur etwa fünf Minuten aufrechterhalten könne. Naruto erklärte, das sei mehr als genug Zeit.
Narutos Bijuu-Modus unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von dem aller anderen Jinchuuriki. Während die meisten Träger beim Eintritt in die Vollform tatsächlich physisch in das Bijuu übergehen und die Kontrolle über ihre Handlungen weitgehend verlieren, bleibt Narutos Erscheinungsbild eine Chakra-Projektion Kuramas, die ihn umgibt, ohne ihn vollständig zu verschmelzen. Dies liegt am Hakke-no-Fuuin-Shiki, dem besonders starken Versiegelungszeichen, das Minato Namikaze verwendet hatte. Dieses Siegel hält die Chakra-Ströme von Träger und Bijuu getrennt, anstatt sie ineinander aufzulösen, was Naruto gestattet, vollständig bewusst und taktisch zu handeln, während er die volle Kraft Kuramas kanalisiert. In dieser Form kann Naruto weiterhin alle seine eigenen Techniken einsetzen und gleichzeitig Bijuu-typische Fähigkeiten nutzen, darunter die Bijuudama, die ultimative Offensivangriff-Technik der Schweifbestien.
Andere bekannte Bijuu-Modus-Nutzer innerhalb der Naruto-Handlung sind unter anderem Killer B mit Hachibi, dem Acht-Schwänzigen Oktopus, sowie die weiteren alten Jinchuuriki, die im Krieg unter Kontrolle von Tobi auftreten. Killer B beherrscht den Bijuu-Modus dank seiner jahrelangen Trainingsarbeit mit Hachibi besonders souverän und kann auch partielle Transformationen einzelner Körperteile gezielt einsetzen, etwa Tentakel-Arme, ohne dabei die vollständige Form anzunehmen. Gaara, der ehemalige Träger des Ichibi, setzte den Bijuu-Modus während seiner Zeit als unkontrollierter Jinchuuriki ein, verlor diese Fähigkeit jedoch dauerhaft, nachdem Shukaku im Zuge des Kazekage-Rettung-Arcs aus ihm extrahiert wurde.
Die Bijuudama ist die charakteristischste Technik des Bijuu-Modus. Sie entsteht durch die Verdichtung eines hochkonzentrierten Energieballs, der positives schwarzes Chakra und negatives weißes Chakra im Verhältnis 8 zu 2 vereint. Die Bijuudama ist in ihrer Sprengkraft vergleichbar mit einer nuklearen Explosion und gilt als gefährlichste Einzeltechnik innerhalb der Bijuu-Kampfführung. Im kooperativen Bijuu-Modus kann Naruto diese Technik gezielt und kontrolliert einsetzen, anstatt sie unkontrolliert freizusetzen.
Anwender
Wissenswertes
- Manga-Kapitel 571 trägt den Titel "Bijuu-Modus!!" (尾獣モード!!) und zeigt Narutos ersten vollständigen, kooperativen Eintritt in diese Form auf dem Schlachtfeld des Vierten Großen Ninja-Krieges gegen die unter Tobis Kontrolle stehenden alten Bijuu.
- Narutos Bijuu-Modus sieht optisch anders aus als der aller anderen Jinchuuriki: Statt sich körperlich zu verwandeln, umgibt ihn eine goldene Chakra-Projektion Kuramas. Dies ist eine direkte Folge des besonders präzisen Hakke-no-Fuuin-Shiki-Siegels seines Vaters Minato Namikaze, das Chakra-Ströme getrennt hält statt sie zu verschmelzen.
- Kurama teilte Naruto beim ersten vollständigen Eintritt in den Bijuu-Modus mit, er werde die Form nur etwa fünf Minuten halten können. Naruto antwortete darauf, das reiche ihm vollkommen. Mit wachsender Synchronisation zwischen beiden verlängerte sich die Haltedauer erheblich.
- Killer B gilt innerhalb der Naruto-Reihe als einer der wenigen Jinchuuriki, die den Bijuu-Modus souverän und freiwillig beherrschen. Er trainierte jahrelang mit Hachibi und kann partielle Transformationen gezielt aktivieren, was ihn zu einem der fähigsten Bijuu-Modus-Nutzer macht.
- Der Bijuu-Modus erlaubt Naruto den Einsatz der Bijuudama, die im kontrollierten Zustand aus einem 8-zu-2-Verhältnis aus positivem schwarzem und negativem weißem Chakra besteht. Unkontrolliert abgefeuerte Bijuudama anderer Jinchuuriki haben in der Handlung ganze Landschaften verwüstet.
- Im Sennin-Bijuu-Modus, den Naruto später beherrschte, kombiniert er Naturenergie des Sennin-Modus mit dem Bijuu-Chakra Kuramas. Diese Form übersteigt den einfachen Bijuu-Modus in Stärke und Reichweite deutlich und ist die Grundlage für Techniken wie das Bijuudama-Rasenshuriken.

