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Bijuu-Ball-Variante (Bijuudama)

Eine abgeschwächte Variante der Bijuudama, die Sora als Pseudo-Jinchuuriki einsetzen kann und sich äußerlich durch eine vollständig weiße Chakrakugel von der üblichen schwarzen Standardform unterscheidet.

Steckbrief

Entwickelt vonKazuma (indirekt, durch das Einversiegeln von Kuramas Chakra in Sora)
KlassifikationNinjutsu
RangUnbekannt (Bijuudama gilt generell als S-Rang)
NaturtypKeiner (Chakra-Verdichtung aus positiv-weißem und negativ-schwarzem Chakra im Verhältnis 8:2)
ReichweiteFern
HandzeichenKeine
ErstauftrittNur Anime / Anime-Folge 71 (Naruto Shippuuden, Teil II)
Verwandte TechnikenBijuudama (Tailed Beast Ball), Kontinuierliche Bijuudama, Kooperations-Bijuudama, Bijuudama-Rasenshuriken

Beschreibung

Die Bijuudama (尾獣玉, wörtlich: Schweifbestien-Kugel) ist die mächtigste Grundtechnik aller Schweifbestien und ihrer Jinchuuriki. Sie wird erzeugt, indem positiv-schwarzes und negativ-weißes Chakra im Verhältnis 8:2 verdichtet und zu einer kompakten Kugel geformt werden. Beim Abfeuern entlädt sich die komprimierte Masse in einer verheerenden Explosion, die großflächige Zerstörung anrichten kann. Minato Namikaze ließ sich von diesem Prinzip bei der Entwicklung des Rasengan inspirieren, wobei er die rotierende Verdichtung auf menschlicher Ebene nachahmen wollte, ohne auf Schweifbestien-Chakra angewiesen zu sein.

Soras Variante dieser Technik unterscheidet sich in einem wesentlichen Merkmal von der Standardform: Die Kugel ist vollständig weiß statt der üblichen tiefen Schwarz, was auf ein verändertes Verhältnis der Chakra-Polaritäten hinweist. Dies liegt an Soras besonderem Status als Pseudo-Jinchuuriki. Sein Vater Kazuma, ein abtrünniger Chunin und Anführer der Zwölf Guardian Ninja-Fraktion, sammelte Reste des Neun-Schwänze-Chakras, das während des Angriffs auf Konoha vor Jahren aus Kurama herausgesickert war. Fünf Jahre nach jenem Angriff versiegelte Kazuma dieses Chakra ohne Soras Wissen in dessen Körper, um einen partiellen Klon des Neun-Schwänze-Fuchses zu erschaffen. Sora wuchs in der Feuertempel-Gemeinde auf und wurde als Mönchsschüler ausgebildet, ohne jemals von seiner wahren Natur zu erfahren.

Als Furido (ein Deckname Kazumas) im Verlauf des Zwölf-Guardian-Ninja-Arcs Soras Siegel löst und ihm seine Herkunft offenbart, beginnt sich das Neun-Schwänze-Chakra in Soras Körper zu entfalten. Sora durchläuft sukzessive Transformationsstufen ähnlich einer Jinchuuriki-Verwandlung und erreicht schließlich eine dem Drei-Schwänze-Stadium vergleichbare Form. In diesem Zustand ist er in der Lage, vor seinem Maul eine große weiße Chakrakugel zu formen und abzufeuern. Die freigesetzte Energie war trotz der abgeschwächten Form stark genug, einen erheblichen Teil des umliegenden Waldes zu zerstören. Yamato musste sein Holzelement-Bollwerk einsetzen, um Team Asuma, Kiba, Akamaru und Rock Lee zu schützen, während Naruto sich vor Sakura warf, um sie mit seinem eigenen Körper abzuschirmen.

Soras Körper ist jedoch nicht in der Lage, das fremde Chakra dauerhaft zu halten. Kazuma hatte zwar die biologischen Grundlagen geschaffen, doch Soras Zellstruktur weist nicht die notwendige Anpassung auf, die ein echter Jinchuuriki durch das Siegel und die lebenslange Koexistenz mit der Schweifbestie erwirbt. Das Chakra drängt zunehmend gegen seine körperlichen Grenzen, bis es schließlich als geisterhafte Manifestation einer gewaltigen Fuchsgestalt aus Soras Körper austritt und abgestoßen wird. Naruto, der selbst Träger von Kuramas Chakra ist, gelingt es in diesem Moment, die Neun-Schwänze-Energie anzusprechen und zu stabilisieren. Sora überlebt die Transformation, kehrt jedoch dauerhaft in den Status eines normalen Menschen zurück, da das versiegelte Chakra vollständig ausgetrieben wurde.

Anwender

Wissenswertes

  • Sora ist der einzige bekannte Pseudo-Jinchuuriki in der Naruto-Reihe (kein Boruto), der eine funktionale Bijuudama-Variante abfeuern konnte, obwohl er kein echtes Siegel trug und kein echtes Band zu einer Schweifbestie besaß.
  • Die weiße Farbe der Kugel ist ein direktes Indiz für das gestörte Chakra-Verhältnis: Bei einer regulären Bijuudama dominiert das negative (schwarze) Chakra die äußere Erscheinung, während Soras Version offenbar einen Überschuss an positivem (weißem) Chakra aufweist.
  • Kazumas Methode, Kuramas Restchakra zu sammeln und in einen Menschen zu versiegeln, ohne dass jener Mensch Kenntnis davon hatte, ist im gesamten Naruto-Kanon einzigartig und wirft Fragen über die Grenzen menschlicher Chakra-Aufnahme auf, die in der Haupthandlung nie weiter vertieft werden.
  • Der gesamte Sora-Handlungsstrang ist anime-exklusiv und Teil des Zwölf-Guardian-Ninja-Fillers (Folgen 54 bis 71 von Naruto Shippuuden). Er hat keine direkte Entsprechung im Manga von Masashi Kishimoto.
  • Minato Namikaze erkannte das Potenzial der Bijuudama und versuchte, deren Grundprinzip (Chakra-Verdichtung durch Rotation) in menschlicher Form nachzubilden, woraus das Rasengan entstand. Soras Variante schließt damit einen thematischen Kreis: Ein Mensch mit implantiertem Bijuu-Chakra nutzt die Originaltechnik, aus der das menschliche Pendant abgeleitet wurde.
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