technik
Bijū-Chakra-Arme
Jinchūriki formen aus dem rohen Chakra ihrer Bijū zusätzliche Arme, die sie frei steuern, als Greifwerkzeug, Waffe oder zur Verstärkung anderer Techniken einsetzen können. Die Chakra-Hände sind bekrallt und bewegen sich ohne Gelenke, was ihnen eine Flexibilität verleiht, die normale Gliedmaßen nicht erreichen können.
Steckbrief
| Klassifikation | Ninjutsu |
|---|---|
| Rang | Unbekannt |
| Naturtyp | Keiner (rohe Bijū-Chakraformung ohne Elementumwandlung) |
| Reichweite | Nah- bis Mittelkampf |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 291 / Anime-Folge 42 (Naruto: Shippūden, Teil II) |
| Verwandte Techniken | Bijūdama, Bijū-Mantel, Bijū-Modus, Bijū-Rasengan, Wind-Freisetzung: Rasenshuriken (gelenkt per Chakra-Arm), Blitz-Freisetzung: Lariat |
Beschreibung
Die Bijū-Chakra-Arme sind eine Fähigkeit, die Jinchūriki in einem getailten Umwandlungszustand anwenden können. Dabei greifen sie auf das rohe Chakra ihrer eingesiegelten Bijū zurück und formen daraus zusätzliche Extremitäten, die sie unabhängig von ihren natürlichen Armen steuern. Die Hände dieser Chakra-Arme sind bekrallt, während der Rest des Arms keine festen Gelenke aufweist, was ihnen eine schlangenartige Beweglichkeit verleiht. Ein Jinchūriki kann beliebig viele dieser Arme gleichzeitig erzeugen und ihre Länge sowie Richtung frei bestimmen.
Im Kampf dienen die Bijū-Chakra-Arme in erster Linie als Angriffswaffe. Sie schlagen schneller zu, als selbst ein Sharingan-Nutzer reagieren kann, und setzen beim Kontakt die enorme Zerstörungskraft des Bijū-Chakras frei. Schon eine bloße Berührung kann bei Gegnern schwerste Verbrennungen verursachen, da das rohe Chakra eine glühende Intensität besitzt, die unmittelbar auf organisches Gewebe wirkt. Darüber hinaus eignen sich die Arme als Greifhaken: Sie können sich über große Distanzen ausstrecken, um Gegner zu packen, diese zu einer Technik heranzuziehen oder um sich an Objekten festzuhalten und den Körper des Benutzers zu beschleunigen oder zu stabilisieren.
Naruto Uzumaki ist der bekannteste Anwender dieser Technik im zweiten Teil der Geschichte. Während seines unkontrollierten Vier-Schweifen-Zustands im Kampf gegen Orochimaru formte er erstmals deutlich sichtbare Chakra-Arme aus dem Chakra des Neun-Schwänze-Fuchses Kurama. In diesem Zustand hatte Naruto keine Kontrolle über sein Handeln; die Arme agierten aus dem blinden Wut-Impuls heraus und setzten das von tiefer Abneigung durchdrungene Chakra Kuramas frei, das besonders verbrennende Eigenschaften aufwies. Mit wachsender Kontrolle über Kurama und nach dem Einzug in den Bijū-Modus konnte Naruto die Bijū-Chakra-Arme gezielt einsetzen. Er schuf mehrere gleichzeitig, um verschiedene Gegner in einem Moment anzugreifen, nutzte sie, um Feinde in den Einschlagsbereich seiner Techniken zu ziehen, und formte sogar winzige Versionen um seinen Finger herum für präzise Manöver. In besonders fortgeschrittener Form teilte er einen Chakra-Arm in zwei oder mehr vollständig funktionstüchtige Abzweigungen auf, was bei einer Anzahl von vier oder mehr aktiven Schweifen möglich wurde.
Killer B, der Jinchūriki des Acht-Schwänze-Tintenfisches Gyūki, setzt eine Variante dieser Technik ein. Statt Arme bildet er aus dem Bijū-Chakra Hörner, die er für seine Blitz-Freisetzung: Lariat-Technik nutzt, bei der er einen Gegner mit einem peitschenden Angriff trifft, der die Kraft des rohen Bijū-Chakras mit einem Blitzfreisetzungs-Impuls verbindet. Auch Obito Uchiha konnte nach seiner Verwandlung zum Jinchūriki des Zehn-Schwänze-Wesens armartige Chakra-Fortsätze aus den zehn stachelartigen Auswüchsen an seinem Rücken ausfahren, die demselben Prinzip folgten, jedoch die deutlich umfangreichere Chakramasse des Zehn-Schwänzes nutzten.
Die Bijū-Chakra-Arme bilden außerdem eine wichtige Grundlage für Narutos Techniken-Entwicklung. Er nutzte sie, um das Rasenshuriken über große Distanzen zu lenken und dabei selbst außerhalb der Gefahrenzone zu bleiben, was die Technik erstmals sicher ohne Schatten-Doppelgänger als Abstandsmethode einsetzbar machte. Ferner versuchte er mithilfe der Chakra-Arme den Bijū-Rasengan zu formen, eine Weiterentwicklung des Rasengan mit der vollen Chakraintensität des Bijū als Treibkraft.
Anwender
Wissenswertes
- Die Bijū-Chakra-Arme traten erstmals in Kapitel 291 des Mangas auf, als Naruto im Vier-Schweifen-Zustand gegen Orochimaru kämpfte, was gleichzeitig einer der wenigen Momente ist, in denen Naruto im zweiten Teil vollständig die Kontrolle verlor und als reine Bedrohung für Freund und Feind auftrat.
- Das verbrennende Potenzial der Bijū-Chakra-Arme Narutos ist nicht nur eine Eigenschaft rohen Chakras im Allgemeinen, sondern wird auf Kuramas tief verwurzelten Hass zurückgeführt, der sich direkt in die Beschaffenheit des freigesetzten Chakras einschreibt und es für Lebewesen gefährlicher macht als normales hochkonzentriertes Chakra.
- Killer B bildet als einziger bekannter Anwender keine armartige, sondern eine hornartige Variante, was auf die unterschiedliche Bijū-Morphologie zurückgeführt wird: Gyūki besitzt Hörner als prägende körperliche Merkmale, während Kurama primär durch Klauen und Schwänze charakterisiert ist.
- Narutos Fähigkeit, einen einzelnen Bijū-Chakra-Arm in zwei vollständig einsatzfähige Arme aufzuspalten, ist an die Anzahl aktiver Schweifen gebunden und setzt mindestens vier aktive Schweifen voraus, was zeigt, dass die Präzision und Ausdifferenzierung der Technik direkt von der eingesetzten Bijū-Chakramenge abhängt.
- Die Bijū-Chakra-Arme benötigen keinerlei Handzeichen und keine bewusste Formgebungsphase. Sie entstehen unmittelbar aus dem Willen des Benutzers heraus, was sie im Kampf zu einer der reaktionsschnellsten Techniken überhaupt macht und sie selbst für Sharingan-Nutzer kaum rechtzeitig ablesbar ist.
- Obitos Variante als Zehn-Schwänze-Jinchūriki unterscheidet sich strukturell von den klassischen Bijū-Chakra-Armen, da die zehn stacheligen Auswüchse an seinem Rücken bereits feste Formen bildeten und die daraus geformten Fortsätze massiv dimensioniert waren, was die schiere Chakramenge des Zehn-Schwänzes gegenüber den einzelnen Bijū verdeutlicht.

