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Auge-Gedankenlesen

Eine Hiden-Technik der Jomae-Kunoichi Hanare, die es ihr erlaubt, durch gezielte Augenbewegungen in den Geist eines anderen Shinobi einzudringen und dessen Gedanken sowie Erinnerungen auszulesen, ohne dass das Ziel die Infiltration bemerkt.

Steckbrief

KlassifikationNinjutsu, Hiden
RangUnbekannt
NaturtypKeiner
ReichweiteNahkampf
HandzeichenKeine (die Technik wird durch Augenbewegungen aktiviert)
ErstauftrittAnime-Folge 191 (Naruto: Shippuden, Teil II)
Verwandte TechnikenPsycho-Geist-Übertragung (Inoichi Yamanaka), Drittes Auge

Beschreibung

Das Auge-Gedankenlesen (瞳読心術, Hitomi Dokushin-Jutsu) ist eine seltene Hiden-Technik, die ausschließlich in der Anime-Folge 191 von Naruto: Shippuden gezeigt wird. Sie stammt aus dem Jomae-Dorf im Land der Schlüssel, einem kleinen, auf Spionage und Informationsbeschaffung spezialisierten Shinobi-Dorf. Die einzige bekannte Anwenderin ist Hanare, eine Agentin dieses Dorfes, die gezielt darauf trainiert wurde, Informationen zu sammeln, ohne ihrerseits Wissen preiszugeben.

Die Technik funktioniert, indem die Anwenderin subtile, präzise Bewegungen mit ihrem Auge ausführt, die als verborgene Handzeichen wirken. Dadurch dringt Hanare in den Geist ihres Ziels ein und kann dort Gedanken, Erinnerungen und Wissen auslesen. Das Besondere an dieser Methode ist ihre passive Gegenkomponente: Sollte jemand versuchen, Hanares eigenen Geist zu durchleuchten, was Inoichi Yamanaka in Episode 191 tut, kann sie die Technik auch von innen anwenden. In diesem Fall liest sie gleichzeitig den Geist des eindringenden Shinobi aus, während dieser glaubt, die Kontrolle zu behalten. So gelang es Hanare während Inoichis Verhörversuch, sämtliche ihr wichtig erscheinenden Informationen über Konoha aus seinem Bewusstsein zu extrahieren.

Der Handlungsrahmen der Technik ist der Vergangenheitsbogen aus Naruto: Shippuden, in dem Konoha nach dem Angriff durch Pein wiederaufgebaut wird. Kakashi erinnert sich in einem Rückblick an eine frühere Mission, bei der das Dorf Jomae eine junge Agentin namens Hanare in Konoha eingeschleust hatte. Hanare wurde gefasst und zunächst von Ibiki Morino verhört, der jedoch keinen Erfolg hatte. Daraufhin übernahm Inoichi Yamanaka die Befragung durch seine Geistübertragungstechnik, eine Spezialität des Yamanaka-Clans. Hanare wehrte sich mit ihrer Auge-Gedankenlesen-Technik und wandte die Informationsgewinnung gegen Inoichi selbst. Sie entnahm seinem Bewusstsein gezielt Konoha-interne Daten, bevor die Shinobi des Dorfes die Situation unter Kontrolle brachten.

Was Hanares Figur über die bloße Technik hinaus interessant macht, ist ihre persönliche Geschichte. Als Kind verlief sie sich und begegnete zufällig dem jungen Kakashi Hatake, der ihr riet, sich beim Blick in den Himmel und auf die Wolken nicht verloren zu fühlen. Diese Begegnung hinterließ einen tiefen Eindruck und blieb als eines ihrer wenigen wirklich persönlichen Erinnerungen erhalten. Inoichi, der Hanares Geist durchleuchtet hatte, fand dort kaum Erinnerungen an ihr Heimatdorf, jedoch genau diese Szene mit dem kleinen Kakashi. Am Ende des Bogens löschte Hanare freiwillig alle aus Inoichi gewonnenen Informationen über Konoha aus ihrem eigenen Gedächtnis, weil sie sich in Kakashis Gegenwart zum ersten Mal so etwas wie Zugehörigkeit fühlte.

Anwender

Wissenswertes

  • Das Auge-Gedankenlesen ist eine reine Anime-Originalität und besitzt keine Entsprechung im Manga. Es erscheint ausschließlich in Folge 191 von Naruto: Shippuden, die zum Füllerblock des Vergangenheitsbogens gehört.
  • Die Technik kehrt den üblichen Ablauf eines Verhörs um: Während der Verhörende glaubt, in den Geist des Gefangenen einzudringen und die Kontrolle zu behalten, wird er selbst zum Ausgelesenen, ohne es zu merken.
  • Inoichi Yamanakas Psycho-Geist-Übertragung, eine der mächtigsten Geistlese-Techniken im gesamten Naruto-Universum, war nicht in der Lage, Hanares Gegenwehr zu neutralisieren, was auf eine außergewöhnlich hohe Spezialisierung der Jomae-Shinobi auf mentale Abwehr hindeutet.
  • Das Jomae-Dorf (wörtlich: Schlossdorf) liegt im Land der Schlüssel. Beide Namen, Dorf wie Land, sind symbolisch aufeinander abgestimmt und verweisen auf die Spezialisierung der dortigen Shinobi: Informationen verschlossen halten und gleichzeitig fremde Schlösser öffnen.
  • Hanare ist die einzige gezeigte Anwenderin dieser Technik. Ob andere Shinobi des Jomae-Dorfs sie ebenfalls beherrschen, bleibt offen. Narutopedia vermerkt lediglich, dass das Dorf seine Ninja gezielt darin ausbildet, Informationen zu gewinnen, ohne selbst welche preiszugeben.
  • Die Technik erfordert keine sichtbaren Handzeichen im klassischen Sinne. Stattdessen fungieren die Augenbewegungen als Ersatz, was sie im Kampf oder Verhör kaum erkennbar macht und damit praktisch ununterbrechbar ist, bevor das Ziel Verdacht schöpft.
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