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Angriff der Zwillingsdämonen

Eine auf dem Kekkei Genkai der Zwillinge Sakon und Ukon basierende Technik, die es Ukon erlaubt, sich frei im Körper seines Bruders zu bewegen und dabei gemeinsame Angriffe aus unerwarteten Winkeln auszuführen.

Steckbrief

KlassifikationKekkei Genkai, Ninjutsu
RangUnbekannt
NaturtypKeiner
ReichweiteNahkampf (0 bis 5 Meter)
HandzeichenKeine
ErstauftrittManga-Kapitel 203 / Anime-Folge 120 (Naruto, Teil I)
Verwandte TechnikenVerbundene Mehrfachfäuste, Parasitendämon-Vernichtungstechnik

Beschreibung

Der Angriff der Zwillingsdämonen (双魔の攻, Sōma no Kō) ist die einzigartige Kekkei-Genkai-Fähigkeit der Zwillingsbrüder Sakon und Ukon aus dem Verborgenen Dorf des Klangs (Otogakure). Ihre Blutgrenze erlaubt es ihnen, ihre Körper auf zellulärer Ebene miteinander zu verschmelzen. Im Ruhezustand hält sich Ukon dormant in Sakons Körper auf, wobei lediglich sein Kopf aus dem Nacken seines Bruders herausragt. Er kann sich jedoch vollständig innerhalb von Sakons Körper fortbewegen und beliebige Körperteile von jedem Punkt aus durch Sakons Oberfläche treiben.

Im Kampf nutzt Ukon diese Fähigkeit auf mehrere Weisen. Er kann aus Sakons Rücken hervortreten, um Überraschungsangriffe abzufangen, die Sakon allein nicht abwehren könnte. Er kann Hände oder Arme aus Sakons Kopf, Schultern oder anderen Körperteilen herausstrecken und so aus Winkeln angreifen, die ein einzelner Kämpfer anatomisch nicht erreichen kann. Am wirkungsvollsten ist die Kombination beider Körper bei direkten Schlägen: Ukon addiert seine Fäuste zu Sakons Schlägen, indem er seine Arme gleichzeitig aus Sakons Armen herausstreckt. Dadurch verdreifacht sich die Schlagkraft der gemeinsamen Angriffe, was in dieser Technik-Variante als Verbundene Mehrfachfäuste bezeichnet wird. Dieselbe Methode lässt sich ebenso auf Tritte anwenden.

Ein entscheidender taktischer Vorteil liegt in der anfänglichen Unwissenheit des Gegners. Bis ein Feind begreift, dass er es nicht mit einem, sondern mit zwei Kämpfern zu tun hat, erscheinen Sakons Bewegungen unerklärlich und unvorhersehbar. Angriffe kommen aus Richtungen, die nach den Gesetzen der menschlichen Anatomie unmöglich sein sollten, und Abwehrbewegungen werden aus dem Nichts heraus blockiert. Diese Verwirrung kann den Ausgang eines Kampfes entscheiden, bevor der Gegner sich anpassen kann.

Ukon kann sich auch vollständig aus Sakons Körper lösen und eigenständig kämpfen, was den Brüdern eine koordinierte Zweifronten-Taktik ermöglicht. Allerdings ist Ukon an eigenständige Bewegung kaum gewöhnt, da er den größten Teil seines Lebens in Sakons Körper verbringt. Bei vollständiger Trennung ermüdet er daher schnell und ist im Einzelkampf deutlich schwächer als sein Bruder. Auch das Eindringen in den Körper eines Feindes auf zellulärer Ebene gehört zum Repertoire dieser Technik: Ukon kann seine Körperzellen mit denen des Gegners verschmelzen und dabei beginnen, dessen Körper von innen aufzulösen. Dies kann jedoch dazu führen, dass er den Feindesorganismus nicht rechtzeitig verlässt, wenn dieser stirbt oder sich selbst verletzt, was diese Variante zu einem zweischneidigen Schwert macht.

Kabuto Yakushi, der nach dem Vierten Großen Shinobi-Weltkrieg Sakons Zellen in seinen eigenen Körper integriert hatte, konnte eine eigene Version dieser Technik anwenden. Aus der Schlange an seinem Bauchnabel formte er gedankenlose Klone der Klang-Fünf sowie Orochimarus, indem er ihre DNA über Sakons Kekkei Genkai aktivierte. Diese Klone führten die Techniken der jeweiligen Originale aus, hatten jedoch keinen eigenen Willen. Kabuto nutzte diesen Mechanismus in seinem Kampf gegen Itachi und Sasuke Uchiha während des Vierten Großen Shinobi-Weltkriegs.

Anwender

Wissenswertes

  • Der japanische Name Sōma no Kō (双魔の攻) lässt sich wörtlich als Angriff eines bösen Geisterpaares übersetzen, wobei das Zeichen 魔 (ma) sowohl Dämon als auch bösen Geist bedeuten kann und damit den bedrohlichen Doppelcharakter der Technik widerspiegelt.
  • Sakon und Ukon sind die Anführer der Klang-Fünf (ursprünglich Klang-Vier) und werden als die stärksten Mitglieder der Gruppe eingestuft, da ihr Kekkei Genkai ihnen eine Kampfkraft verleiht, die weit über normale Ninjutsu-Kombinationen hinausgeht.
  • Ukons Fähigkeit, in fremde Körper einzudringen und diese von innen aufzulösen, wurde im Kampf gegen Kiba Inuzuka eingesetzt. Kiba verletzte sich absichtlich selbst, um Ukon dazu zu zwingen, seinen Körper zu verlassen, bevor der Schaden tödlich wurde.
  • Die Technik erfordert keine Handzeichen, was sie im Nahkampf besonders schwer zu kontern macht: Es gibt kein visuelles Warnsignal, an dem ein Gegner erkennen könnte, dass eine spezielle Fähigkeit aktiviert wird.
  • Sakon und Ukon setzten im Kampf zusätzlich den Fluch des Orochimaru ein, um ihre körperlichen Fähigkeiten weiter zu steigern. Im zweiten Level des Fluches verschmilzt ihre äußere Erscheinung noch stärker, was die ohnehin schon verwirrende Kampfmethode für den Gegner noch schwerer einzuschätzen macht.
  • Kabutos Nutzung der Technik in Kapitel 585 des Manga ist die einzige bekannte Verwendung außerhalb der ursprünglichen Anwender und beweist, dass das Kekkei Genkai über integrierte DNA weitergegeben werden kann.
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