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technik

Amaterasu

Amaterasu erzeugt durch das Mangekyō Sharingan des linken Auges einen pechschwarzen, übernatürlichen Flammenstrahl, der alles trifft, worauf der Blick des Anwenders gerichtet ist, und sieben Tage und sieben Nächte lang ohne Unterbrechung brennt.

Steckbrief

Entwickelt vonHagoromo Ōtsutsuki
KlassifikationNinjutsu, Kekkei Genkai (Mangekyō Sharingan)
RangS-Rang
NaturtypFeuer (Katon)
ReichweiteFernkampf (überall im Sichtfeld des Anwenders)
HandzeichenKeine
ErstauftrittManga-Kapitel 390 / Anime-Folge 136 (Naruto Shippūden, Teil II)
Verwandte TechnikenSchwelende Flammen des schwarzen Feuers, Blaze Release: Kagutsuchi, Mangekyō Sharingan, Susanoo, Tsukuyomi

Beschreibung

Amaterasu (天照) ist eine der höchsten Fähigkeiten des Mangekyō Sharingan und wird durch das linke Auge des Anwenders aktiviert. Die Technik lässt am Zielpunkt des Blickes eines Mangekyō-Sharingan-Trägers pechschwarze Flammen entstehen, die als die heißesten Feuer der Welt gelten und sieben Tage und sieben Nächte lang brennen, ehe sie erlöschen. Die schwarzen Flammen löschen sich weder durch Wasser noch durch Wind noch durch andere normale Mittel und erfassen alles, worauf der Blick des Nutzers trifft. Amaterasu ist nach der shintoistischen Sonnengöttin Amaterasu-Ōmikami benannt, was die Assoziation mit unauslöschlichem, himmlischem Licht und Feuer widerspiegelt.

Technisch gesehen handelt es sich nicht um eine Chakra-Flamme im gewöhnlichen Sinne. Die schwarzen Flammen des Amaterasu bestehen aus einer anderen Art von Energie, die durch das Mangekyō Sharingan des linken Auges direkt am Ort des Blickziels entzündet wird. Das bedeutet, dass kein physisches Projektil oder ein sichtbares Chakra-Geschoss unterwegs ist: Die Flammen erscheinen unmittelbar an der Stelle, auf die der Anwender fokussiert, was das Ausweichen nahezu unmöglich macht. Selbst Techniken oder Barrieren, die normale Ninjutsu-Projektile aufhalten, bieten keinen sicheren Schutz, da Amaterasu nicht durch den Raum zwischen Anwender und Ziel reist, sondern direkt am Ziel entsteht. Die Temperatur der schwarzen Flammen übertrifft nach Angaben im Manga sogar die Hitze der Sonne, weshalb kein bekannter Stoff oder keine bekannte Technik sie dauerhaft auslöscht, sofern sie einmal entzündet sind.

Itachi Uchiha ist der prominenteste und bekannteste Anwender von Amaterasu in Teil II. Er setzte die Technik erstmals im Kampf gegen Sasuke Uchiha ein, als er sie als letzte Maßnahme gegen Sasukes Orochimaru-transformierten Zustand nutzte. Kurz vor seinem Tod programmierte Itachi Amaterasu heimlich in Sasukes Sharingan: Sollte Sasuke jemals Tobi (Madara Uchiha) begegnen und dieser sein Sharingan offenbaren, sollte Amaterasu automatisch ausgelöst werden. Diese Falle griff, als Tobi sich Sasuke enthüllte und Sasuke Amaterasu unkontrolliert abfeuerte, was Tobi dazu zwang, seinen Körper zu substituieren und dabei seinen rechten Arm verlor. Itachis Programmierung zeigte damit, dass Amaterasu auch als Reflex ohne aktiven Willen des momentanen Augeninhabers ausgelöst werden kann, wenn die Bedingung erfüllt ist.

Sasuke Uchiha erlangte nach Itachis Tod ebenfalls die Fähigkeit, Amaterasu einzusetzen, da er durch das Erwecken seines eigenen Mangekyō Sharingan und später durch die Übernahme von Itachis Augen zur vollständigen Nutzung fähig wurde. Im Gegensatz zu Itachi geht Sasuke einen Schritt weiter: Er kann die schwarzen Flammen des Amaterasu durch seine zweite Mangekyō-Sharingan-Fähigkeit Kagutsuchi formen und manipulieren. Diese Kombination ermöglicht es ihm, die schwarzen Flammen nicht nur zu entfachen, sondern sie in Wellen, Schilder oder andere geometrische Strukturen umzuformen. So ummantelt Sasuke seinen Susanoo zeitweise vollständig mit Amaterasu-Flammen, was jeden physischen Angriff auf den Avatar selbst tödlich macht. Im Kampf gegen Kabuto Yakushi und später gegen die Shinobi-Allianz erwies sich diese Kombination als außerordentlich vielseitig.

Der Einsatz von Amaterasu ist mit einem erheblichen körperlichen Preis verbunden. Jede Aktivierung belastet die Augen des Nutzers stark und verursacht Schmerzen sowie Blutungen aus dem linken Auge. Wie alle Mangekyō-Sharingan-Techniken beschleunigt die wiederholte Verwendung die fortschreitende Erblindung des Trägers. Itachi, der bereits durch seine Krankheit geschwächt war, nutzte Amaterasu deshalb mit äußerster Zurückhaltung und nur in entscheidenden Momenten. Ohne das Ewige Mangekyō Sharingan ist die Lebensdauer der Sehkraft eines Amaterasu-Anwenders stark begrenzt. Sasuke erlangte das Ewige Mangekyō Sharingan nach der Transplantation von Itachis Augen, wodurch seine Erblindungsgefahr aufgehoben wurde.

Anwender

Wissenswertes

  • Der Name Amaterasu entstammt direkt der japanischen Shintō-Mythologie: Amaterasu-Ōmikami ist die Göttin der Sonne und des Himmels, die höchste Gottheit im Shintō-Pantheon und Ahnin der japanischen Kaiserfamilie. Im Naruto-Universum bilden Amaterasu, Tsukuyomi und Susanoo die drei zentralen Mangekyō-Sharingan-Fähigkeiten, die den drei Geschwistergottheiten der Shintō-Mythologie entsprechen.
  • Amaterasu wird durch das linke Auge aktiviert, während Tsukuyomi das rechte Auge nutzt und Susanoo beide Augen gleichzeitig erfordert. Diese Seitenzuordnung ist für alle bekannten Anwender konsistent und scheint eine biologische Grundregel des Mangekyō Sharingan zu sein.
  • Die schwarzen Flammen des Amaterasu können nicht durch andere Techniken gelöscht werden, einschließlich Suiton-Techniken mit Wasser. Die einzige bekannte Möglichkeit, sie zu kontrollieren oder zu löschen, ist Sasukes Kagutsuchi, die ebenfalls eine Mangekyō-Sharingan-Fähigkeit desselben Anwenders ist.
  • Itachis heimliche Programmierung von Amaterasu in Sasukes Auge ist einer der wenigen Fälle im Manga, in dem eine Technik als bedingungsabhängiger Reflex gespeichert und von einem anderen Auge abgefeuert wird. Diese Szene enthüllte, dass Itachi Amaterasu nicht nur als Angriffswaffe, sondern als komplexes Schutzwerkzeug für Sasuke verstand.
  • Amaterasu gilt zusammen mit Tsukuyomi als eine der absoluten Hochleistungstechniken des Mangekyō Sharingan: Itachi selbst setzte sie im Laufe der gesamten Serie nur wenige Male ein, was sowohl den Preis für die Augen als auch die Einschätzung widerspiegelt, dass sie nur gegen außerordentlich gefährliche Gegner oder in kritischen Situationen gerechtfertigt ist.
  • In der Shintō-Mythologie zog sich Amaterasu-Ōmikami einst in eine Höhle zurück, weil ihr Bruder Susanoo Chaos anrichtete, und tauchte das Universum in Dunkelheit. Die Technik Amaterasu dreht diesen Mythos in gewissem Sinne um: Statt Licht zu entziehen, bringt sie ein unauslöschliches, verheerendes schwarzes Feuer, das ebenfalls keine Rettung lässt.
  • Obwohl Amaterasu dem Feuer-Naturtyp (Katon) zugeordnet wird, unterscheiden sich die schwarzen Flammen grundlegend von gewöhnlichen Feuer-Ninjutsu. Sie entstehen nicht durch Chakra-Ausatmen oder ähnliche Methoden, sondern direkt am Zielpunkt des Blickes, was sie näher an Kekkei-Genkai-Energie als an klassischen Elementen verortet.
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