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Acht Trigramme: Vierundsechzig Handflächen
Eine hochpräzise Taijutsu-Technik des Hyuga-Clans, bei der der Anwender dem Gegner in rascher Folge vierundsechzig gezielte Chakraschlags in die Tenketsu-Punkte des Körpers versetzt und so das gesamte Chakrasystem des Ziels verschließt.
Steckbrief
| Entwickelt von | Hyuga-Clan |
|---|---|
| Klassifikation | Kekkei Genkai, Taijutsu |
| Rang | A-Rang |
| Naturtyp | Keiner |
| Reichweite | Nahkampf |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 102 / Anime-Folge 62 (Naruto, Teil I) |
| Verwandte Techniken | Sanfte Faust, Acht Trigramme: Zweiunddreißig Handflächen, Acht Trigramme: Hundertachtundzwanzig Handflächen, Acht Trigramme: Rotation, Acht Trigramme: Luftpalme, Acht Trigramme: Leere Handfläche |
Beschreibung
Acht Trigramme: Vierundsechzig Handflächen (八卦六十四掌, Hakke Rokujuushi Shou) ist die bekannteste und weitreichendste Angriffstechnik des Hyuga-Clans. Sie zählt zu den mächtigsten Taijutsu-Techniken der gesamten Naruto-Welt und vereint das Byakugan, die exklusive Kekkei Genkai der Hyuga, mit dem Kampfstil der Sanften Faust zu einer vernichtenden Schlagfolge. Ziel der Technik ist es, dem Gegner durch präzise gesetzte Schläge alle vierundsechzig wichtigsten Tenketsu-Punkte des Körpers in einer einzigen, blitzschnellen Angriffsserie zu verschließen und damit das Chakrasystem des Gegners vollständig außer Gefecht zu setzen.
Die Technik beginnt damit, dass der Anwender beide Handflächen knapp vor sich hält und den Gegner mit dem Byakugan anvisiert. Das Byakugan erlaubt es dem Anwender, das gesamte Chakranetzwerk des Ziels in nahezu alle Richtungen ohne toten Winkel zu sehen, einschließlich der feinen Kanäle und der genauen Lage aller Tenketsu-Punkte. Ohne diese außergewöhnliche Sehfähigkeit wäre die Technik schlicht unmöglich, denn die Tenketsu sind für das bloße Auge unsichtbar. Sobald das Ziel im Blickfeld ist, stürzt der Anwender vor und schlägt es zunächst zwei Mal, dann vier Mal, dann acht Mal, dann sechzehn Mal und schließlich zweiunddreißig Mal, bevor die letzte Verdoppelung weitere zweiunddreißig Schläge folgen lässt. Die Schläge verdoppeln sich dabei jeweils, was der Technik ihren rhythmischen Aufbau und ihre rasend schnelle Steigerung verleiht. Insgesamt treffen genau vierundsechzig mit minimalem Chakra aufgeladene Schläge das Ziel, jeder einzelne exakt in einen Tenketsu-Punkt gesetzt.
Das Prinzip der Sanften Faust liegt der Technik zugrunde: Beim Sanften Faust-Stil emittiert der Kämpfer eine winzige Menge Chakra durch die Handflächen und Fingerspitzen direkt in den Körper des Gegners. Trifft dieser Chakrastoß einen Tenketsu-Punkt, verschließt er diesen dauerhaft für eine bestimmte Zeit. Ein verschlossener Tenketsu kann weder Chakra aufnehmen noch abgeben, was den betroffenen Körperbereich nicht nur für Ninjutsu und Genjutsu unbrauchbar macht, sondern auch die körperliche Leistungsfähigkeit erheblich mindert, da Muskeln und Organe auf einen störungsfreien Chakrafluss angewiesen sind. Werden alle wichtigen Tenketsu getroffen, bricht das gesamte Chakrasystem des Gegners zusammen, und er ist faktisch kampfunfähig.
Neji Hyuga ist der Ninja, der diese Technik im Verlauf der Serie am häufigsten und wirkungsvollsten einsetzt. Er vollendet sie erstmals im Anime in der Chunin-Prüfung, als er gegen Naruto Uzumaki kämpft. In diesem Kampf demonstriert Neji, dass er die Technik eigenständig erlernt hat, obwohl sie dem Haupthaus des Hyuga-Clans vorbehalten sein soll. Neji hatte als Mitglied des Nebenzweigs nach traditioneller Clanordnung keinen Zugang zu den Hauptast-Techniken, erarbeitete sich die Technik aber durch Beobachtung mit dem Byakugan und eigene Übung. Dies unterstreicht Nejis außergewöhnliches Talent und ist gleichzeitig ein Ausdruck seines Widerspruchs gegen die Kastenstruktur des Clans. Hinata Hyuga, Angehörige des Haupthauses, erlernt und setzt die Technik ebenfalls ein, jedoch erst später im Verlauf der Serie und weniger häufig als Neji.
Die vierundsechzig Schläge sind auf das traditionelle Acht-Trigramm-Symbol (Bagua) zurückzuführen, das acht Felder zu je acht Punkten umfasst. Der Name der Technik verweist auf dieses Symbol: Die acht Trigramme beschreiben einen Kreis, und die Schläge folgen einem Muster, das dem Anwender erlaubt, einen vollständigen Schutzkreis um sich selbst zu ziehen, während er angreift. Innerhalb dieses Aktionsradius ist ein Gegner nahezu schutzlos. Die geometrische Grundlage spiegelt sich auch in verwandten Techniken wider, wie der Rotation, die einen undurchdringlichen Chakraschild erzeugt, oder der Luftpalme, die Chakra als Projektil abfeuert.
Anwender
Wissenswertes
- Neji Hyuga erlernte die Technik eigenständig durch reine Beobachtung mit dem Byakugan, obwohl sie traditionell dem Haupthaus des Hyuga-Clans vorbehalten ist und Nebenzweig-Mitgliedern nicht gelehrt wird.
- Die Schläge verdoppeln sich in der Ausführung schrittweise: 2, dann 4, dann 8, dann 16, dann 32, abschließend weitere 32, was zusammen genau 94 Schläge ergibt, von denen jedoch nur die final vierundsechzig gezielt in Tenketsu-Punkte platziert werden.
- Das Byakugan ist zwingende Voraussetzung für die Technik, da die Tenketsu-Punkte für das menschliche Auge unsichtbar sind und nur durch das chakrasichtige Kekkei Genkai der Hyuga präzise angesteuert werden können.
- Der Name verweist auf das chinesisch-japanische Acht-Trigramm-Symbol (Bagua / Hakke), das aus acht Feldern à acht Punkten besteht und in der gesamten Kampftechnik-Familie des Hyuga-Clans als strukturgebendes Motiv dient.
- Es existieren Varianten mit unterschiedlicher Schlagzahl: Zweiunddreißig Handflächen als schwächere Version sowie Hundertachtundzwanzig Handflächen als stärkere, die noch mehr Tenketsu verschließt und eine noch breitere Lähmung erzeugt.
- Obwohl die Technik rein physisch wirkt, ist sie gegen Ziele mit sehr hoher Chakradichte oder versiegeltem Körper (etwa einen Bijuu-Träger im Schwanztier-Modus) deutlich weniger effektiv, weil das rohe Chakra die gesetzten Verschlüsse überwältigen kann.
- Nejis erster großer Einsatz der Technik im Kampf gegen Naruto bei den Chunin-Prüfungen ist zugleich eine der ersten Szenen der Serie, in der das Tenketsu-System und der Sanfte Faust-Stil ausführlich erklärt werden, und bildet damit einen wichtigen Einführungsmoment für die Kampfmechanik des Hyuga-Clans.

