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Acht Trigramme: Hundertzwanzig-Acht Handflächen
Eine fortgeschrittene Nahkampftechnik des Hyūga-Clans, die die Acht Trigramme: Vierundsechzig Handflächen als siebte Stufe verdoppelt und 128 gezielte Schläge auf die Tenketsu-Punkte eines Gegners ausführt, um dessen gesamten Chakrafluss zu unterbinden.
Steckbrief
| Entwickelt von | Neji Hyūga |
|---|---|
| Klassifikation | Kekkei Genkai (Byakugan), Hiden (Hyūga-Clan), Taijutsu |
| Rang | Unbekannt |
| Naturtyp | Keiner |
| Reichweite | Nahkampf |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Kein Manga-Kapitel bekannt / Anime-Folge 116 (Naruto, Teil I) |
| Verwandte Techniken | Sanfte Faust, Acht Trigramme: Vierundsechzig Handflächen, Acht Trigramme: Zweiunddreißig Handflächen, Acht Trigramme: Drehender Himmel, Acht Trigramme: Vakuum-Handfläche |
Beschreibung
Die Acht Trigramme: Hundertzwanzig-Acht Handflächen (八卦百二十八掌, Hakke Hyaku Nijūhasshō) ist eine Taijutsu-Technik des Hyūga-Clans und die direkte Weiterentwicklung der Acht Trigramme: Vierundsechzig Handflächen. Sie gilt als siebte Stufe der Acht-Trigramme-Handflächen-Reihe und verdoppelt sowohl die Gesamtzahl der Schläge als auch die Ausführungsgeschwindigkeit gegenüber ihrer Vorgängertechnik. Neji Hyūga entwickelte sie eigenständig, ohne Unterricht durch die Hauptlinie seines Clans, und bewies damit einmal mehr das außerordentliche Talent, das ihm den Ruf eines Wunderkindes des Hyūga-Clans einbrachte.
Grundvoraussetzung für den Einsatz dieser Technik ist das Byakugan, das Kekkei Genkai des Hyūga-Clans. Dieses Dōjutsu verleiht dem Anwender eine nahezu vollständige Rundumsicht und die Fähigkeit, die Chakra-Leitungsbahnen sowie alle 361 Tenketsu-Punkte eines Gegners mit bloßem Auge zu erkennen. Nur durch diese präzise Wahrnehmung ist es möglich, 128 aufeinanderfolgende Schläge exakt auf die richtigen Körperpunkte zu richten. Zu Beginn der Technik nimmt Neji eine charakteristische Ausgangsstellung ein: Er geht in eine tiefe Hocke und streckt beide Arme seitwärts aus, ähnlich den Rotorblättern einer Turbine. Diese Haltung signalisiert den Beginn der höchsten bekannten Stufe seiner persönlichen Handflächen-Serie.
Der Angriff folgt dem für die gesamte Acht-Trigramme-Reihe typischen exponentiellen Steigerungsmuster. Die Schläge werden in sieben Salven ausgeführt, deren Anzahl sich jeweils verdoppelt: 2, 4, 8, 16, 32, 64 und abschließend eine letzte Welle, die die Gesamtzahl auf 128 Treffer bringt. Jeder einzelne Schlag zielt dabei auf einen Tenketsu-Punkt im Chakra-Netzwerk des Gegners. Da diese Punkte wie Ventile im Kreislaufsystem des Chakras wirken, führt das Versiegeln von 128 solcher Punkte zu einer weitgehenden Lähmung des feindlichen Chakra-Systems. Der getroffene Gegner ist danach weder fähig, Ninjutsu oder Genjutsu einzusetzen, noch kann er seinen Körper durch Chakra verstärken oder sich normal zu bewegen.
Gegenüber der Vierundsechzig-Handflächen-Variante bietet die Hundertzwanzig-Acht-Version zwei wesentliche taktische Vorteile. Erstens ist die Schlagzahl so hoch, dass selbst ein Gegner mit überragender Reaktionsgeschwindigkeit kaum alle Angriffe abfangen oder ausweichen kann. Zweitens erlaubt die Technik es dem Anwender, die 128 Schläge auf mehrere Gegner aufzuteilen und so gleichzeitig mehrere Ziele mit Tenketsu-Treffern zu belegen, wobei das Byakugan die nötige Präzision über alle Ziele hinweg sicherstellt. In dieser Variante wirkt die Technik weniger als gezielte Vollsperrung eines einzelnen Gegners und mehr als flächendeckende Offensive gegen eine Gruppe.
Im Anime von Teil I setzte Neji die Technik in mehreren entscheidenden Auseinandersetzungen ein. Sie markiert den vorläufigen Abschluss seiner eigenständigen Weiterentwicklung der Acht-Trigramme-Linie und spiegelt seinen ungewöhnlichen Werdegang wider: Als Mitglied der Nebenzweig-Familie hatte er eigentlich keinen Zugang zu den geheimen Techniken der Hauptlinie, erarbeitete sich jedoch durch reine Beobachtung und Übung nicht nur deren vollständige Beherrschung, sondern entwickelte sie darüber hinaus auf eine Stufe weiter, die selbst die Hauptlinie nicht kannte.
Anwender
Wissenswertes
- Die Technik hat keinen bestätigten Erstauftritt in einem Manga-Kapitel und erschien erstmals in Anime-Folge 116 von Naruto Teil I mit dem Titel "360 Grad Sicht: Der blinde Fleck des Byakugan". Sie gehört damit zu den wenigen bedeutenden Hyūga-Techniken, die ausschließlich auf einer Anime-Szene basieren.
- Die exponentielle Schlagfolge 2-4-8-16-32-64-128 ist kein Zufall, sondern entspricht der mathematischen Systematik der Acht Trigramme (Bagua) aus der taoistischen Kosmologie, die auf Verdoppelungsmustern aufbaut und der gesamten Technik-Familie ihren Namen gibt.
- Neji erlernte sowohl die Vierundsechzig- als auch die Hundertzwanzig-Acht-Handflächen-Variante ohne jede Unterweisung durch die Hauptlinie des Hyūga-Clans. Da dieses Hiden-Wissen traditionell streng geheim gehalten und nur innerhalb der Hauptlinie weitergegeben wird, gilt seine eigenständige Beherrschung als außergewöhnlicher Beweis für sein Talent.
- Die Ausgangsstellung mit tief gebeugten Knien und seitwärts ausgestreckten Armen bereitet den Körper auf die extreme Geschwindigkeit vor, die für 128 präzise Treffer in kürzester Zeit erforderlich ist. Sie dient gleichzeitig als visuelles Signal für den Beginn der höchsten Stufe der Handflächen-Serie.
- Im Gegensatz zu den meisten Ninjutsu-Techniken benötigt die Hundertzwanzig-Acht-Handflächen-Technik weder Handzeichen noch eine klassische Chakra-Formung in den Händen. Die Wirkung entsteht allein durch mechanisch präzise auf Tenketsu-Punkte gelenkte Schläge mit Fingerkuppen und Handflächen.
- Die Technik wurde auch in zahlreichen Naruto-Videospielen umgesetzt, darunter erstmals in Naruto: Ultimate Ninja, und gehört dort zu Nejis aufwendigsten und wirkungsstärksten Angriffen.

