technik
Acht Trigramme Handflächen Rotierender Himmel
Eine geheime Taijutsu-Technik des Hyuga-Clans, bei der der Anwender Chakra aus allen Tenketsu seines Körpers ausstößt und sich dabei blitzschnell dreht, um eine undurchdringliche rotierende Chakra-Kuppel zu erzeugen, die sämtliche Angriffe abwehrt.
Steckbrief
| Klassifikation | Kekkei Genkai, Hiden, Taijutsu, Defensive Technik |
|---|---|
| Rang | B-Rang |
| Naturtyp | Keiner |
| Reichweite | Nahkampf (Kurzreichweite, Schutzzone um den Anwender) |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 101 / Anime-Folge 61 (Naruto, Teil I) |
| Verwandte Techniken | Sanfte Faust, Acht Trigramme Sechzehn Handflächen, Acht Trigramme Zweiunddreißig Handflächen, Acht Trigramme Vierundsechzig Handflächen, Acht Trigramme Hundertachtundzwanzig Handflächen, Acht Trigramme Handflächen Großer Rotierender Himmel, Vorderer Lotus: Acht Trigramme Handflächen Rotierender Himmel |
Beschreibung
Der Acht Trigramme Handflächen Rotierender Himmel (八卦掌回天, Hakkeshō Kaiten) ist die höchste defensive Technik des Hyuga-Clans und gilt als dessen absolutes Schutzjutsu. Traditionell war dieses Hiden-Wissen ausschließlich dem Hauptzweig des Clans vorbehalten und wurde nur an den Clanoberhaupt und dessen direkten Erben weitergegeben. Die Weitergabe an Angehörige des Zweigzweiges war streng verboten, da der Hauptzweig die Kontrolle über alle überlegenen Techniken für sich beanspruchte. Es ist daher eine außerordentliche Leistung, dass Neji Hyuga als Angehöriger des Zweigzweiges diese Technik allein durch Beobachtung erlernte, was seine außergewöhnliche Begabung und sein tiefes Verständnis des Chakraflusses unterstreicht.
Der Mechanismus der Technik beruht auf zwei zusammenwirkenden Fähigkeiten, die nur Träger des Byakugan vollständig beherrschen können. Erstens muss der Anwender alle Tenketsu seines Körpers gleichzeitig öffnen und Chakra nach außen strömen lassen. Das Byakugan erlaubt es dem Anwender, das eigene Chakranetzwerk und jeden einzelnen der 361 Tenketsu-Punkte präzise wahrzunehmen und gezielt zu öffnen. Zweitens dreht sich der Anwender im selben Moment mit extremer Geschwindigkeit um die eigene Achse. Im Anime wurde gemessen, dass der Rotierende Himmel Geschwindigkeiten von mindestens 1.200 km/h erreicht. Das nach außen strömende Chakra verbindet sich durch die Rotationsbewegung zu einer gleichmäßigen, kugelförmigen Schutzbarriere, die sämtliche Angriffe ablenkt oder zerstört, die in ihre Reichweite gelangen. Physische Attacken werden durch die Rotationskraft abgelenkt, Ninjutsu-Angriffe durch das nach außen gerichtete Chakra neutralisiert oder gebrochen.
Die Technik wird unmittelbar vor dem Aufprall eines Angriffs aktiviert, nicht als vorausschauende dauerhafte Barriere. Der Anwender benötigt dazu das weitreichende Sehfeld des Byakugan, um eintreffende Angriffe frühzeitig zu erkennen und die Rotation rechtzeitig einzuleiten. Da das Byakugan nahezu keinen blinden Fleck kennt, ist der Rotierende Himmel in der Praxis gegen fast jeden direkten Angriff wirksam. Eine bekannte Schwäche liegt jedoch darin, dass die Technik das Chakra des Anwenders erheblich verbraucht, da alle Tenketsu gleichzeitig geöffnet werden. Eine zu schwache Chakrakontrolle oder ein unzureichender Vorrat können dazu führen, dass die Schutzbarriere Lücken aufweist oder sich der Anwender selbst aus der Rotation herausschleudert.
Im Verlauf der Chunin-Auswahlprüfungen setzt Neji Hyuga den Rotierenden Himmel erstmals im Kampf gegen Naruto Uzumaki ein, um dessen massenhafte Angriffe mit Schattendoppelgängern abzuwehren. Naruto gelingt es schließlich, die Technik zu durchbrechen, indem er einen Schattendoppelgänger in den Boden unter Neji schickt und ihn von unterhalb angreift, einem Bereich, den der Rotierende Himmel schwerer abdecken kann. Diese Niederlage ist ein Wendepunkt für Neji und für die Darstellung der Technik, da sie zeigt, dass auch scheinbar unüberwindliche Verteidigungen kreativ umgangen werden können. Hiashi Hyuga, der Clanoberhaupt, beherrscht die Technik ebenfalls und setzt sie in Teil II ein. Im Anime wird die Technik zudem von Hizashi Hyuga, Nejis verstorbenem Vater, in Rückblenden gezeigt sowie von Hanabi Hyuga, der jüngeren Tochter von Hiashi.
Anwender
Wissenswertes
- Neji Hyuga erlernte den Rotierenden Himmel, obwohl er als Angehöriger des Zweigzweiges nach Clan-Tradition keinen Zugang zu dieser Technik haben durfte. Er beobachtete lediglich Hauptzweig-Mitglieder beim Training und rekonstruierte die Technik durch sein instinktives Verständnis des Chakraflusses, was ihn selbst für Hauptzweig-Mitglieder einschüchternd machte.
- Naruto Uzumaki ist einer der wenigen Kämpfer, denen es gelang, den Rotierenden Himmel zu durchdringen. Er schickte einen Schattendoppelgänger unterirdisch in Nejis Reichweite, da die kugelförmige Barriere nach unten schwerer zu schließen ist und Neji keine Chakrareserven mehr hatte, um den unteren Bereich vollständig abzudecken.
- Der japanische Name Hakkeshō Kaiten (八卦掌回天) enthält das Zeichen 回天 (Kaiten), das wörtlich mit der Bewegung des Himmels oder einer Umdrehung des Schicksals übersetzt werden kann. Der Begriff verweist auf das Trigramm-System der Acht Trigramme (Bagua), das im Hyuga-Kampfstil die 361 Trefferpunkte des menschlichen Körpers kartiert.
- Im Anime wird die Geschwindigkeit des Rotierenden Himmels mit mindestens 1.200 km/h angegeben, was ihn zu einer der schnellsten körperlichen Bewegungen in der gesamten Naruto-Reihe macht und erklärt, warum selbst hochrangige Ninjutsu-Angriffe die Barriere nicht durchdringen können.
- Die Technik ist eine der wenigen in der Naruto-Reihe, die sowohl physische Angriffe als auch Chakra-basierte Ninjutsu-Attacken gleichzeitig abwehren kann, da die nach außen gerichtete Chakrawand das gegnerische Chakra beim Aufprall stört und dessen Formgebung zerstört.
- Der Rotierende Himmel hat mehrere direkte Ableitungen, darunter den Großen Rotierenden Himmel (Hakkeshō Dai Kaiten), der mit einer größeren Chakramenge einen weitaus breiteren Schutzradius erzeugt und auch für offensive Zwecke genutzt werden kann.

