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Acht Trigramme: 64 Handflächen
Eine geheime Taijutsu-Technik des Hyuga-Clans, bei der der Anwender vierundsechzig präzise Schläge gegen die Tenketsu-Punkte des Gegners ausführt und so dessen Chakra-Fluss vollständig blockiert.
Steckbrief
| Entwickelt von | Hyuga-Clan (Haupthaus-Linie) |
|---|---|
| Klassifikation | Kekkei Genkai (Byakugan), Hiden (Hyuga-Clan), Taijutsu |
| Rang | B-Rang (laut Naruto Kayou Sammelkartenspiel) |
| Naturtyp | Keiner |
| Reichweite | Nahkampf |
| Handzeichen | Keine |
| Erstauftritt | Manga-Kapitel 101 / Anime-Folge 61 (Naruto, Teil I) |
| Verwandte Techniken | Sanfte Faust, Acht Trigramme: 32 Handflächen, Acht Trigramme: 16 Handflächen, Schützende Acht Trigramme: 64 Handflächen |
Beschreibung
Die Acht Trigramme: 64 Handflächen (八卦六十四掌, Hakke Rokujuyon Sho) sind eine der mächtigsten und bekanntesten Geheimtechniken des Hyuga-Clans. Sie stellt die fortgeschrittenste Offensivform der Sanfte-Faust-Kampfstilrichtung dar und ist traditionell ausschließlich den Angehörigen des Haupthauses sowie den designierten Erben vorbehalten. Die Technik kombiniert das Byakugan, das nahezu 360 Grad umfassende Doujutsu des Clans, mit dem präzisen Wissen um das innere Chakra-Netzwerk des menschlichen Körpers.
Zur Ausführung der Technik stellt sich der Anwender gedanklich in den Mittelpunkt eines Bagua-Symbols, eines aus der chinesischen Kosmologie stammenden Achteck-Musters, das acht Trigramme (Kua) symbolisiert. Das Byakugan erlaubt es dem Kämpfer, die Tenketsu-Punkte des Gegners, also die etwa 361 Chakra-Öffnungen im Körper, gestochen scharf wahrzunehmen. Der Anwender führt sodann exakt vierundsechzig blitzschnelle Schläge mit den Handflächen und Fingerspitzen gegen diese Punkte aus und trifft dabei jede einzelne Öffnung mit chirurgischer Präzision. Jeder Treffer schiebt eine gezielte Menge eigenen Chakras in das Tenketsu des Gegners und versiegelt es, sodass kein weiteres Chakra mehr hindurchfließen kann. Das Ergebnis ist eine vollständige Lähmung des Chakra-Systems: Der Getroffene kann weder Ninjutsu noch Genjutsu mehr einsetzen, und selbst körperliche Bewegungen werden erheblich eingeschränkt, da Chakra auch die Grundlage physischer Vitalität bildet.
Die vierundsechzig Schläge sind in sechs aufeinanderfolgende Serien aufgeteilt: zwei, vier, acht, sechzehn und zweiunddreißig Treffer, die zusammen die Gesamtzahl ergeben. Jede Serie wird in identischer Zeit ausgeführt, was bedeutet, dass die späteren Serien mit drastisch wachsender Geschwindigkeit durchgeführt werden müssen, da die Anzahl der Schläge sich jeweils verdoppelt. Die abschließenden zweiunddreißig Schläge stellen selbst für trainierte Hyuga eine extreme körperliche Anforderung dar. Während der Ausführung ruft der Anwender die Zahlen der Serien in aufsteigender Reihenfolge aus, was der Technik ihren charakteristischen Rhythmus verleiht. Die Schläge können zudem auf mehrere Gegner verteilt werden, wodurch die Technik flexibel sowohl offensiv als auch defensiv eingesetzt werden kann.
Neji Hyuga ist der bekannteste Anwender dieser Technik innerhalb der Handlung. Als Mitglied des Nebenzweigs hätte er eigentlich keinen Zugang zu diesem Geheimwissen haben dürfen, da es ausschließlich dem Hauptzweig vorbehalten ist. Neji erlernte die Technik jedoch durch bloße Beobachtung und eigenes Studium des Tenketsu-Systems, was seinen außergewöhnlichen Genius als Ninja unterstreicht. Er setzt die Technik erstmals im Chunin-Prüfungs-Turnier ein, als er gegen Naruto Uzumaki kämpft. Weitere Nutzer innerhalb der Geschichte sind Hiashi Hyuga, das Oberhaupt des Hauptzweigs, sowie Hinata Hyuga, die die Technik im Verlauf der Serie erlernt. Hanabi Hyuga setzt sie ausschließlich in Videospielen ein.
Hinata Hyuga entwickelte auf der Grundlage dieser Technik eine eigene Weiterentwicklung, die Schützenden Acht Trigramme: 64 Handflächen. Dabei sendet sie aus den Handflächen konstante Ströme von Chakra, die zu dünnen, scharfen Klingen geformt werden. Im Angriff treffen diese Klingen Hunderte Ziele mit präzisen Schnitten, im Verteidigungsmodus werden sie zu breiteren, bogenförmigen Barrieren ausgebaut, die eine absolute Verteidigung ähnlich der Acht-Trigramme-Handflächen-Rotierende-Himmel-Technik erzeugen, während sie gleichzeitig schneidend wirken und sich nicht von außen festhalten lassen.
Anwender
Wissenswertes
- Obwohl die Technik exklusiv dem Hauptzweig des Hyuga-Clans vorbehalten ist, erlernte Neji Hyuga als Nebenzweig-Mitglied die Acht Trigramme: 64 Handflächen durch reine Beobachtung, ohne jemals offiziell unterrichtet worden zu sein. Dies gilt innerhalb des Clans als außergewöhnliche, historisch einmalige Leistung.
- Der Krieger Shira aus dem Anime-Füller-Arc des Vierten Shinobi-Weltkriegs besitzt die seltene Fähigkeit, alle vierundsechzig Schläge durch überlegene Reaktionsgeschwindigkeit und Körperbeherrschung vollständig abzuwehren, ohne ein Doujutsu zu besitzen.
- Das dem Kampfstil zugrunde liegende Bagua-Symbol stammt aus der chinesischen Kosmologie und repräsentiert die acht Trigramme des I Ging. Die Nutzung dieses Musters als mentale Orientierungshilfe verweist auf die philosophischen Wurzeln des Hyuga-Clans und seiner Taijutsu-Tradition.
- Das Naruto Kayou Sammelkartenspiel stuft diese Technik offiziell als B-Rang ein, eine der wenigen kanonischen Rang-Angaben für eine Hyuga-Technik, da Databooks keinen expliziten Rang nennen.
- Der Name der Technik spielt auf die tatsächlich ausgeführten vierundsechzig Schläge an, die sich aus der Summe aller sechs Serien ergeben: 2 plus 4 plus 8 plus 16 plus 32 plus 2 ergibt genau 64. Jede Verdoppelung spiegelt das Binärmuster wider, das dem Bagua-System zugrunde liegt.
- Während Neji die Technik im Chunin-Prüfungs-Turnier erstmals öffentlich einsetzt und dabei betont, dass Narutos Schicksal besiegelt sei, überwindet Naruto durch schiere Willenskraft und Chakra-Reserve der Nine-Tails die lähmende Wirkung und kämpft weiter, was den thematischen Kern des Schicksals-gegen-Willen-Konflikts beider Figuren verkörpert.

